Widerstand denken

Michel Foucault und die Grenzen der Macht

Die Allgegenwart der Foucault'schen Theorie einer Mikrophysik der Macht blockiert immer wieder Versuche, seine theoretischen Ansätze für eine Untersuchung von Widerstandspotenzialen fruchtbar zu machen. Das Buch greift die daraus resultierende Lücke auf und nähert sich Foucaults Werk aus verschiedenen Perspektiven an. Dabei werden nicht nur die Potenziale zur Analyse von Widerständigkeiten seines Werkes selbst identifiziert und ihre Grenzen aufgezeigt, sondern zugleich der Versuch unternommen, sie in aktuellen Untersuchungen produktiv einzubinden.

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2008-03-27, 282 Seiten
ISBN: 978-3-89942-830-8

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Daniel Hechler

Daniel Hechler, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Deutschland

Axel Philipps

Axel Philipps, Universität Hannover, Deutschland

... mit Axel Philipps und Daniel Hechler

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Zu Foucault wurde bereits viel geschrieben und herausgegeben. Die Bedeutung von Widerstand im Denken Foucaults hat jedoch in nur wenigen Abhandlungen und Artikeln Eingang gefunden. Hier greift der Band den Faden auf und bietet Ansätze für ein Weiterdenken.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Foucault gilt als DER Theoretiker der Macht. Anstatt jedoch von der Machtanalyse auszugehen, nähern sich die hier versammelten Aufsätze über die Frage nach dem Widerstand seinem Denken quasi von hinten an. Auf diese Weise gelingt es nicht nur eine schon immer anwesende, aber kaum explizierte Perspektive in Foucaults Werk sichtbar zu machen, sondern die Frage nach der Brauchbarkeit seines Widerstandsverständnisses und somit auch nach der Tragfähigkeit seiner Machtkonzeption auf eine andere Weise zu stellen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Nachdem der Foucault'sche Ansatz seine Tauglichkeit zur Analyse aktueller gesellschaftlicher Bewegungen vor allem durch den Gouvernementalitätsansatz unter Beweis gestellt hat, dabei aber eben auch in der Perspektive des analytischen Blicks gefangen bleibt, soll hier mit der Frage nach den Widerstandspotentialen der Schritt darüber hinaus gewagt werden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Michel Foucault natürlich.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Evozieren Foucaults Machtanalysen häufig ein Gefühl der Ohnmacht, sucht das Buch mit und manchmal gegen Foucault mögliche Fluchtlinien.

»Sich mit Foucault auseinanderzusetzen, das zeigt der Tagungsband, ist hilfreich und notwendig, will man Widerstand nicht als ›ungehörige‹ Haltung missverstehen und auch nicht als willfähriges, unpolitisches Verhalten fördern.«
Jos Schnurer, www.socialnet.de, 14.09.2009
»Wer Foucault noch nicht gut kennt, staunt ob der Möglichkeiten, die sich hier eröffnen; aber auch Foucault-Vertraute entdecken neue Varianten, wie seine Texte zur Erkundung der Welt verwendet werden können.«
Roman Schürmann, WOZ, 13.11.2008
Besprochen in:

kritikon, 11 (2008), Alexandra Popp
DISS-Journal, 18 (2009), Regina Wamper
Autor_in(nen)
Daniel Hechler / Axel Philipps (Hg.)
Buchtitel
Widerstand denken Michel Foucault und die Grenzen der Macht
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
282
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-89942-830-8
DOI
Warengruppe
1722
BIC-Code
JHBA HPS JPA
BISAC-Code
SOC026000 PHI019000 POL010000
THEMA-Code
JHBA QDTS JPA
Erscheinungsdatum
2008-03-27
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Politik
Adressaten
Politikwissenschaften, Soziologie, Philosophie
Schlagworte
Foucault, Widerstand, Macht, Politische Theorie, Politik, Gesellschaft, Soziologische Theorie, Politische Philosophie, Poststrukturalismus, Soziologie

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