Der archäologische Zirkel

Zur Ontologie der Sprache in Michel Foucaults Geschichte des Wissens

Foucaults »archäologisch« genannte Schriften sind mehr als nur historiographische Methode. Sie bilden einen Diskurs, der den historischen Prozess seiner eigenen Konstitution als Diskurs beschreibt und betreibt. Der performativen Dimension von Foucaults archäologischem Diskurs wohnt damit eine spezifische Reflexionsfigur inne, die in der vorliegenden Studie als der »archäologische Zirkel« freigelegt wird. Ferner leistet diese Freilegung eine neuartige Auslotung des Foucault'schen Diskursbegriffs und, im Ausgang von Descartes, Kant und Nietzsche, eine Neueinbettung der Philosophie in eine diskontinuierliche Diskursgeschichte.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 6
  2. Inhaltsübersicht

    Seiten 7 - 8
  3. Abkürzungen

    Seiten 9 - 10
  4. Zitierweise

    Seiten 11 - 12
  5. Einleitung

    Seiten 13 - 34
  6. Kapitel 1: Die Welt und der Mensch

    Seiten 39 - 45
  7. Kapitel 2: Das System des Wissens und die Seinsweise der Sprache

    Seiten 46 - 56
  8. Kapitel 3: Von der Signatur zum klassischen Zeichen (Renaissance-Klassik)

    Seiten 63 - 90
  9. Kapitel 4: Exkurs. Das Medium des Vergleiches in den Regulæ von Descartes

    Seiten 91 - 115
  10. Kapitel 5: Der klassische Diskurs als Medium der Erkenntnis

    Seiten 116 - 182
  11. Kapitel 6: Die Trübung der Repräsentation als Krise der Synthesis

    Seiten 189 - 199
  12. Kapitel 7: Exkurs. Kant und die Neuzeit: Zur kontinuistischen Verortung der Transzendentalphilosophie bei Husserl und Heidegger

    Seiten 200 - 217
  13. Kapitel 8: Der Zerfall der Ordnung und die Geburt der Geschichte

    Seiten 218 - 226
  14. Kapitel 9: Konstitution der Sprache als Objekt: Geburt der vergleichenden Philologie

    Seiten 227 - 240
  15. Kapitel 10: Die Zerstreuung der Sprache

    Seiten 241 - 251
  16. Kapitel 11: Die Geburt des Menschen aus der Krise der Synthesis

    Seiten 252 - 284
  17. Kapitel 12: Sammelt sich die Sprache wieder?

    Seiten 291 - 321
  18. Kapitel 13: Exkurs. Der Raum der Sammlung und Wiederkehr von Sprache: Zum Medium des Vergleichs beim frühen Nietzsche

    Seiten 322 - 396
  19. Kapitel 14: Verfahren des diskursiven Epochenbruchs: die nichtpositive Affirmation

    Seiten 397 - 404
  20. Kapitel 15: Exkurs. Der Rückgriff auf Kant und die nichtpositive Affirmation

    Seiten 405 - 482
  21. Kapitel 16: Die Sprache sammelt sich wieder

    Seiten 483 - 561
  22. Schluss: Der archäologische Zirkel

    Seiten 562 - 578
  23. Literatur

    Seiten 579 - 589
  24. Danksagung

    Seite 590
  25. Inhaltsverzeichnis

    Seiten 591 - 595
  26. Backmatter

    Seiten 596 - 598
Mehr
45,80 € *

2008-10-27, 598 Seiten
ISBN: 978-3-89942-847-6

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Pravu Mazumdar

Pravu Mazumdar, freier Autor und Dozent, Deutschland

... mit Pravu Mazumdar

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Kleine Gegenfrage: Wer ist »Welt«?

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der sprachontologische Ansatz wurde von Foucault selbst immer wieder betont, fand aber in der Foucaultrezeption bisher kaum Beachtung. Dieser Ansatz ist in der Lage, einen performativen Zirkel in Foucaults Archäologie freizulegen, der darin besteht, dass der archäologische Diskurs genau das hervorruft, was er feststellt: den »Tod des Menschen«. Damit wird Foucaults Diskurs nicht nur in seiner epistemischen Zusammensetzung, sondern auch von seiner Wirkung her beleuchtet.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Fruchtbarkeit einer sprachontologischen Foucaultlektüre zeigt sich an deren Ergebnissen, etwa den dadurch entdeckten archäologischen Motiven des »ontologischen Raums der Sprache« oder der »nichtpositiven Affirmation«. Die Figur der »nichtpositiven Affirmation« zum Beispiel hat für die archäologische Geschichtsschreibung einen ähnlichen Stellenwert wie die »bestimmte Negation« bei Hegel. Derlei dürfte in der gegenwärtigen Diskursforschung noch Neuland sein.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Samuel Huntington – zur Vorführung eines Blickwinkels, der, anstelle von Kulturen in Bruchlinienkriegen, Diskurse und ihre Machtverhältnisse vor Augen führt. Aber Spaß beiseite: Das Buch dürfte alle diejenigen interessieren, die die Philosophie als »Diskurs« wahrnehmen möchten und die philosophiegeschichtliche Bauart von Foucaults Archäologie kennen lernen wollen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Während hier Foucaults Wissensgeschichte einer archäologischen Lektüre unterzogen wird, treten die archäologischen Schichtungen des Foucault'schen Diskursbegriffs hervor.

Autor_in(nen)
Pravu Mazumdar
Buchtitel
Der archäologische Zirkel Zur Ontologie der Sprache in Michel Foucaults Geschichte des Wissens
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
598
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-89942-847-6
DOI
Warengruppe
1526
BIC-Code
HBCF7 CFA HPC
BISAC-Code
PHI043000 PHI038000 PHI009000
THEMA-Code
QDHR7 CFA
Erscheinungsdatum
2008-10-27
Auflage
1
Themen
Sprache
Adressaten
Philosophie, Wissenschaftstheorie, Literaturwissenschaft, Soziologie
Schlagworte
Foucault, Descartes, Kant, Nietzsche, Philosophiegeschichte, Diskurstheorie, Reflexionstheorie, Sprache, Poststrukturalismus, Sprachphilosophie, Philosophie

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