Bildende Widerstände – widerständige Bildung

Blickwechsel zwischen Pädagogik und Philosophie

Pädagogische Prozesse setzen ihrer Steuerung, Identifizierung sowie sprachlichen Fixierung einen Widerstand entgegen: Über den Zuwachs an Wissen und Kompetenz hinaus sind sie auf die Selbstbestimmung der Subjekte gerichtet. Diese aber stellt die Pädagogik vor zahlreiche Schwierigkeiten: Wie ist die Veränderung des Selbst durch Bildung zu denken? Was bedeuten Singularität und Existenzialität für die Pädagogik?

Die Beiträge dieses Bandes verbinden pädagogische und philosophische Reflexionen, um so neue Denkräume angesichts eines widerständigen und nicht-souveränen pädagogischen Sprechens zu erschließen.

Open Access

2015-09-27, 228 Seiten
ISBN: 978-3-8394-0859-9
Dateigröße: 1.26 MB

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Christiane Thompson

Christiane Thompson, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Deutschland

Gabriele Weiß

Gabriele Weiß, Universität Siegen, Deutschland

... mit Christiane Thompson und Gabriele Weiß

1. »Bücher die die Welt nicht braucht«. Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Dieses Buch bringt die Widerständigkeit pädagogischer Prozesse in Erinnerung und ermöglicht dadurch eine kritische Sichtung gegenwärtig dominanter Denkfiguren der Machbarkeit, Verfügbarkeit und Steuerbarkeit im pädagogischen wie im öffentlichen Diskurs. Im Bewusstsein der Grenzen eines handlungstheoretischen Verfügungsmodells eröffnen die hier versammelten Einzelstudien neue Forschungsfragen in der Bildungs- und Erziehungsphilosophie.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Beiträge des Bandes liefern historisch wie systematisch bedeutsame Erkenntnisse hinsichtlich der pädagogischen Grundbegriffe »Erziehung« und »Bildung«. Der Blickwechsel zwischen Pädagogik und Philosophie wird des Weiteren für eine Reflexion erziehungswissenschaftlicher und öffentlicher Diskurse fruchtbar gemacht.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Buch setzt mit zwei Thesen ein, die gegenwärtig in den Kultur- und Sozialwissenschaften breit diskutiert werden: Das ist die Infragestellung menschlicher Selbstbeschreibungen als Wissen gründende Subjektivität und die Problematisierung konsistenter bzw. geschlossener Theorieräume. Die Beiträge des Bandes werten diese beiden Thesen in (historisch-)systematischen pädagogischen Einzelstudien aus.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Wir wünschen uns einen Diskurs mit Kultur- und Erziehungswissenschaftlern, Philosophen und Pädagogen, denen das Thema der Bildung insofern etwas bedeutet, als Widerständiges einen Stillstand verhindert und damit Antworten wieder fraglich werden lässt.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Angesichts der Verflochtenheit von Bildung und Widerständigkeit werden neue Reflexions- und Handlungsspielräume der Pädagogik eröffnet.

»Die Beiträge artikulieren einen Widerstand gegen identifikatorische Wissensakkumulierung und versuchen ein pädagogisches Sprechen zu begründen, das Existentialität als Widerstand begreift. Na endlich sagt das (mal wieder) wer.«
Birge Krondorfer, an.schläge, 2 (2009)
Autor_in(nen)
Christiane Thompson / Gabriele Weiß (Hg.)
Buchtitel
Bildende Widerstände – widerständige Bildung Blickwechsel zwischen Pädagogik und Philosophie
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
228
ISBN
978-3-8394-0859-9
DOI
Warengruppe
1571
BIC-Code
JNA HP
BISAC-Code
EDU040000 EDU000000 PHI000000
THEMA-Code
JNA QD
Erscheinungsdatum
2015-09-27
Themen
Bildung
Adressaten
Erziehungswissenschaft, Philosophie, Kulturwissenschaft
Schlagworte
Bildung, Subjektivität, Sprache, Philosophie, Bildungstheorie, Pädagogik

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