Formationen der Mediennutzung III

Dispositive Ordnungen im Umbau

Die dispositiven Ordnungen, in denen die Medien operieren, bilden in ganz entscheidendem Maße die Formen der Nutzung. Es macht z.B. einen wichtigen Unterschied, ob ein Medium im öffentlichen oder privaten Raum genutzt wird, ob es an einen Platz gebunden und fixiert oder transportabel und mobil ist. Besonders prägnant zeigt sich die Bedeutung der dispositiven Ordnung für die Mediennutzung, wenn diese Ordnung verändert, umgebaut oder neu hergerichtet wird. Die Beiträge des Bandes untersuchen in Fallstudien signifikante und exemplarische Transformationen medialer Dispositive im 20. Jahrhundert.

27,80 € *

2008-10-27, 254 Seiten
ISBN: 978-3-89942-867-4

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Irmela Schneider

Irmela Schneider, Universität Köln, Deutschland

Cornelia Epping-Jäger

Cornelia Epping-Jäger, Kulturwissenschaftliches Forschungskolleg Medien und kulturelle Kommunikation Köln, Deutschland

... mit Irmela Schneider

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht«. Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Die Welt braucht Bücher mehr denn je. Dieses, weil es zeigt, wie seit Beginn des 20. Jahrhunderts Funktion und Nutzung von technischen Medien (Radio, Film, Fernsehen, Video, Handy) immer wieder neu verhandelt werden. Das leistet nicht eine lineare Theorie, sondern hier sind es ›Mediengeschichten‹, an denen der Umbau dispositiver Ordnungen mit seinen Effekten auf die Figur des Mediennutzers und den Akt der Mediennutzung neu formiert werden. Dieses Buch zeigt, wie der mediale Haushalt der Gesellschaft sich immer wieder neu organisiert.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Im Unterschied zu Denkmodellen, in denen Medien als etwas Gegebenes, Fixes genommen werden, steht hier ein ›prozessuales‹ Konzept von Medien im Zentrum. Medien gibt es nicht, sie bilden sich vielmehr in einem ständigen Prozess des Auf- und Umbaus; daraus entsteht ein Dispositiv, ein Netzwerk, in dem Apparate, Zeichen und Personen sich bewegen. Einzelne Analysen zeigen, dass solche Umbauten sowohl in bestimmten Situationen als auch bei spezifischen Medien wie etwa dem Radio oder dem Handy immer auch in das gesamte Mediengefüge eingreifen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Aktuell setzt das Buch einem gut erprobten empirisch-deskriptiven Ansatz eine andere Sicht auf Medien entgegen, indem es Medien als dispositive Ordnungen in Situationen und Akten des Umbaus beobachtet. Zugleich erfährt der Leser Näheres über ein häufig ausgeblendetes Kontinuum zwischen der analogen und digitalen Medienwelt. Aus diesem Grund beginnen die drei Teile des Bandes jeweils mit Fallstudien zu analogen Medien und enden mit Beiträgen zu einem Problembereich, der mit Digitalmedien entsteht.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Natürlich mit allen Fachkollegen, aber eben auch mit all denen, die in dieser digitalen Medienwelt Verantwortung tragen: Politiker, Produzenten, Veranstalter und Unternehmer. Eine wichtige Gruppe bilden natürlich auch die Studierenden der Medienwissenschaft ebenso wie Journalisten und Kollegen aus anderen Disziplinen, z.B. der Kulturwissenschaften, die immer mehr das Thema Medien für sich entdecken und reklamieren. Mit ihnen würde ich gerne darüber diskutieren, dass Medien nicht nur in einem ganz allgemeinen Sinne, sondern nicht zuletzt auch als Massenmedien die Kommunikation der Gesellschaft maßgeblich formen.

Buchtitel
Formationen der Mediennutzung III Dispositive Ordnungen im Umbau
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
254
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-89942-867-4
DOI
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD
BISAC-Code
SOC052000 HIS054000
THEMA-Code
JBCT
Erscheinungsdatum
2008-10-27
Auflage
1
Themen
Medien
Adressaten
Medienwissenschaft, Kulturwissenschaft
Schlagworte
Medien, Kultur, Kommunikation, Mediennutzung, Mediengeschichte, Medientheorie, Mediensoziologie, Medienwissenschaft

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