Parasiten und Sirenen

Zwischenräume als Orte der materiellen Wissensproduktion

Zwischenräume sind jene Schnittstellen, Intervalle und Abstände, in denen sich elementare Prozesse der Wissensproduktion ansiedeln. Zwischenräume sind eine epistemologische Kategorie für sich.

Das gewohnte Bild geordneter Wissenschaftlichkeit schwindet, wenn die Produktion von Wissen auf spezifische materielle Kulturen zurückgeführt wird: auf die Begegnung von Instrumenten, Schreibgeräten und experimentellen Verfahren, aber auch auf das Zusammenspiel von Diskursen, Medien und Mythen. Verknüpfungen und Trennungen werden so zu epistemischen Ereignissen, die dem Zufall stärker verpflichtet sind als dem Geplanten und Erwarteten.

Dieses Buch verdeutlicht, dass es die Lücken und Leerstellen in der medialen Wissenschaftspraxis sind, die wesentlich zur Entstehung des Neuen beitragen.

25,80 € *

2008-09-27, 248 Seiten
ISBN: 978-3-89942-870-4

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Bernhard J. Dotzler

Bernhard J. Dotzler, Universität Regensburg, Deutschland

Henning Schmidgen

Henning Schmidgen, Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin, Deutschland

... mit Henning Schmidgen

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil das erstens auf alle und keines zutrifft. Umso weniger, zweitens, auf einen Band zur wissenschaftshistorischen und medienwissenschaftlichen Grundlagenforschung. Die Welt braucht ›Parasiten und Sirenen‹ nicht – sie wäre nur ärmer ohne diese Erscheinungen wie darum ohne Erscheinen dieses Buchs.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch verdeutlicht, dass es die Lücken und Leerstellen in der medialen Wissenschaftspraxis sind, die wesentlich zur Entstehung des Neuen beitragen. Es handelt von der Begegnung von Instrumenten, Schreibgeräten und experimentellen Verfahren, wie vom Zusammenspiel von Diskursen, Medien und Mythen. Es handelt von Wissenschaft als wirklichem (und nicht bloß populistisch herbeigeredetem) Ereignis.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Es greift die aktuelle Debatte um die materiellen Kulturen der Wissensproduktion auf und ergänzt sie um eine bislang kaum beachtete epistemologische Kategorie – eben die des ›Zwischenraums‹.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Bruno Latour, Michel Foucault – und Terry Gilliam.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Der Zwischenraum – das ist der Abstand zwischen der Geschwätzigkeit der Diskurse und dem Schweigen der Objekte ...

Autor_in(nen)
Bernhard J. Dotzler / Henning Schmidgen (Hg.)
Buchtitel
Parasiten und Sirenen Zwischenräume als Orte der materiellen Wissensproduktion
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
248
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-89942-870-4
DOI
10.14361/9783839408704
Warengruppe
1510
BIC-Code
JFC PDR DSB
BISAC-Code
SOC022000 SCI075000 LIT000000
THEMA-Code
JBCC PDR DSB
Erscheinungsdatum
2008-09-27
Auflage
1
Themen
Wissenschaft
Adressaten
Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft, Philosophie, Wissenschaftsgeschichte
Schlagworte
Medien, Wissenschaftsgeschichte, Kulturwissenschaft, Wissenschaft, Kulturtheorie, Wissenschaftssoziologie, Allgemeine Literaturwissenschaft

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