Generation Golf: Die Diagnose als Symptom

Produktionsprinzipien und Plausibilitäten in der Populärliteratur

Dieses Buch rekonstruiert die Frontstellungen und Abgrenzungen, denen ein populärer Text wie »Generation Golf« seinen Identifikationswert für die Leser verdankt. Wie produziert der Autor sein Ensemble alltäglicher Beobachtungen und Eindrücke so, dass beim Leser Effekte des »Erkennens« provoziert werden?

Die Studie verdeutlicht dabei nicht nur, wie, sondern weshalb z.B. der Begriff »Generation« oder das Datum »68« spontane Zustimmung hervorrufen. Dabei verdeutlicht sie, wie sich Pierre Bourdieus Theorie des literarischen Feldes in ein Analyseverfahren überführen lässt, das in den Sprach- und Literaturwissenschaften eingesetzt werden kann.

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2008-08-27, 308 Seiten
ISBN: 978-3-89942-880-3

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Tom Karasek

Tom Karasek, Deutschland

... mit Tom Karasek

1. »Bücher die die Welt nicht braucht«. Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Die Stärke des Textes liegt meines Erachtens in der Vielfalt der methodischen Zugänge, die auch noch an einem Text abgearbeitet werden, der möglicherweise unterhalb des Radars der Sprach- und Literaturwissenschaften geblieben wäre.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es ermöglicht einerseits, einen Zugriff auf populäre Texte zu gewinnen, die sonst in einer nach wie vor oft auf »Tiefe« schielenden Literaturwissenschaft außen vor bleiben – jene Texte, die im Schnittpunkt von Journalistik, Popkultur und Spontansoziologie liegen, feldintern kurz »aufflackern« und dann in der Versenkung verschwinden. Zudem bietet es einen für eigene Analysen nutzbaren Methodenrahmen, der die Theorie des literarischen Feldes mit einem diskurstheoretischen Ansatz verheiratet.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Es kann etwas zusätzliches Licht in die gerade wieder neu aufgewärmte »68er-Debatte« bringen, indem es aufzeigt, wie und warum die Ridikülisierungsformeln funktionieren, die gegen »die« 68er gerichtet werden, welche feldinternen Gewinne man damit erzielen kann und welche Diskursgemeinschaften auf die Überzeugungskraft der populistischen 68er-»Leichenfledderei« setzen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Es läge nahe, mit dem Autor Florian Illies zu diskutieren. Dabei liefe ich zum einen Gefahr, dass sich jener (möglicherweise aufgrund der eigenen Selbstinszenierung willentlich) missverstanden fühlen würde, was einer echten Diskussion im Weg stünde. Zudem würde dieser Gesprächswunsch den Eindruck erwecken, die Subjektivität des Autors, der Autor als Person, sei für die Analyse besonders relevant. Also würde ich lieber mit Pierre Bourdieu über dessen Literaturbegriff diskutieren.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Es ist ein Versuch, Ordnung in einen Ausschnitt des populärliterarischen »Gemurmels« zu bringen.

Besprochen in:

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.10.2008, Christian Schärf
www.single-generation.de, 26.10.2008
Autor_in(nen)
Tom Karasek
Buchtitel
Generation Golf: Die Diagnose als Symptom Produktionsprinzipien und Plausibilitäten in der Populärliteratur
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
308
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-89942-880-3
DOI
Warengruppe
1563
BIC-Code
DSB
BISAC-Code
LIT004170 LIT000000
THEMA-Code
DSB
Erscheinungsdatum
2008-08-27
Auflage
1
Themen
Popkultur, Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft, Soziologie, Kulturwissenschaft
Schlagworte
Kultur, Literatur, Pop, Generation, Diskursanalyse, Generation Golf, Popkultur, Germanistik, Allgemeine Literaturwissenschaft, Literaturwissenschaft

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