Der Philosoph im Museum

Die Ausstellung »Les Immatériaux« von Jean François Lyotard

Dieser Band analysiert ein zwar als Schlagwort geläufiges, bisher aber kaum untersuchtes Werk des Philosophen Jean-François Lyotard: die Ausstellung »Les Immatériaux«, die er 1985 im Pariser Centre Pompidou kuratierte. Sie gilt als ein Meilenstein der Szenographie und sollte das Publikum für eine nahe Zukunft sensibilisieren, die von neuen Medien und Technologien massiv verändert werde. Das Buch reflektiert »Les Immatériaux« als eigenständiges philosophisches Werk Lyotards, dessen Wechsel vom akademischen Philosophen zum Kurator einige philosophische und ausstellungsgestalterische Besonderheiten mit sich brachte. Mit einer neuen Methode zur Analyse von Ausstellungen werden diese Besonderheiten detailliert und anschaulich vorgestellt.

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2008-07-27, 264 Seiten
ISBN: 978-3-89942-937-4

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Antonia Wunderlich

Antonia Wunderlich, Universität Köln und Universität Witten/Herdecke, Deutschland

... mit Antonia Wunderlich

1. »Bücher die die Welt nicht braucht«. Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil es das Denken Jean-François Lyotards auf ganz spezifische Weise erlebbar macht: Die Leser folgen seinen komplexen, poetischen und oftmals auch humorvollen Gedankengängen zu den neuen Medien und der postmodernen Gesellschaft, indem sie mir als Forscherin durch die Ausstellung folgen. So erschloss sich Philosophie bisher nur selten, was sowohl an der Darstellungsform liegt, die Lyotard – mit Bedacht natürlich! – gewählt hat, als auch an der Methode, mit der ich dieser Form Rechnung trage.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es untersucht ein Werk eines wichtigen aktuellen Philosophen, das bisher kaum ernsthaft Thema der Forschung gewesen ist – Les Immatériaux wird zwar häufig erwähnt und das Interesse scheint groß zu sein, aber bisher hat sich niemand wirklich intensiv damit befasst. Und: Meine Auseinandersetzung mit diesem Projekt bietet einen ganz neuen Zugang zu dem komplexen Medium Ausstellung.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Eine sehr hohe, wie ich hoffe. Erstens wird hier ein bisher kaum bekanntes Werk von Lyotard untersucht. Zweitens liefert die Untersuchung nicht nur Erkenntnisse über das Werk, sondern macht das Werk selbst überhaupt erst rezipierbar, da die Ausstellung vergangen und kaum einer der relevanten Texte übersetzt ist. Und drittens ist ja die Ausstellungstheorie als eigenständige Disziplin gerade im Entstehen, da liefert das Buch einen wichtigen methodologischen Beitrag.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Jean-François Lyotard natürlich. Ganz unabhängig davon, ob man nun mit seinen Analysen und Prognosen übereinstimmt: Les Immatériaux ist mit so viel Kreativität und künstlerischer Freiheit konstruiert, entfaltet einen so faszinierenden Kosmos eines großen Denkens, dass ich gern mal einen Abend lang mit ihm darüber diskutieren würde.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch liefert eine methodisch neuartige Auseinandersetzung mit der Ausstellung Les Immatériaux, für die der Philosoph Jean-François Lyotard zum Kurator wurde.

Autor_in(nen)
Antonia Wunderlich
Buchtitel
Der Philosoph im Museum Die Ausstellung »Les Immatériaux« von Jean François Lyotard
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
264
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-89942-937-4
DOI
10.14361/9783839409374
Warengruppe
1582
BIC-Code
AC HPN GM
BISAC-Code
ART015000 PHI001000 ART059000
THEMA-Code
AGA QDTN GLZ
Erscheinungsdatum
2008-07-27
Auflage
1
Themen
Museum, Kunst
Adressaten
Kunstgeschichte, Philosophie, Museologie, Kulturwissenschaft
Schlagworte
Ausstellung, Philosophie, Neue Medien, Paris, Lyotard, Museum, Kunst, Kunstgeschichte, Ästhetik, Museumswissenschaft, Kunstwissenschaft

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