KugelbauVisionen

Kulturgeschichte einer Bauform von der Französischen Revolution bis zum Medienzeitalter

Die Geschichte des Kugelbaus als Kultraum im Sinne eines kollektiven, einheitsschaffenden und universalisierenden Kommunikations- und Erfahrungsraumes reicht von der Französischen Revolution bis zu den aktuellen Medienarchitekturen. Bauvisionen für die Tempel des Peuple souverain, Nationaldenkmäler, Volkstempel in NS-Deutschland und der Sowjetunion, die Architekturen für mediengesteuerte, immersive Erfahrungsräume in Weltausstellungen, Themenparks, Omnimax-Kinos und Museumsbauten sowie die Blob-Architektur des letzten Jahrzehnts bilden den Stoff dieser Geschichte. Die zwei Jahrhunderte überspannende Genealogie dieser modernen Kultarchitektur führt zu einer Kritik der totalisierenden Bedeutungsräume der Netzmetaphorik im digitalen Zeitalter und der Entwurfsideologien des »liquid design«.

Das Buch ist eine (Kultur-)Geschichte architektonischer Formen für Kulträume der Einheit in der Moderne und eine »Schule des Sehens«, die überraschende Affinitäten zwischen der klassischen Kugeltypik und den digital erzeugten Bauvisionen der Gegenwart herausarbeitet. Es leistet so eine ebenso verblüffende wie konzeptuell überzeugende Kritik der Architektur, ja der medial geprägten Kultur der Gegenwart.

24,80 € *

2008-10-27, 214 Seiten
ISBN: 978-3-89942-945-9

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Susanne von Falkenhausen

Susanne von Falkenhausen, Humboldt-Universität zu Berlin, Deutschland

... mit Susanne von Falkenhausen

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

In diesem Buch bildet der Kugelbau erstmals den Fokus für die kultur- und architekturhistorisch orientierte Geschichte einer bis in die Französische Revolution zurückreichenden Globalisierungskultur, die mit totalisierenden Bildern, Metaphern und Medien vorangetrieben wird. Als radikal einheitliche Bau- und Raumform verkörpert die Kugel Träume totaler Vergesellschaftung, die nach wie vor Wirkung zeigen; und so endet ihre Genealogie in einer Kritik aktueller Globalisierungs- und Mediendiskurse.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch eröffnet einen historisch-kritischen Zusammenhang zwischen der Architektur einer modernen Öffentlichkeit seit 1789 und den Wahrnehmungsräumen des Medienzeitalters. Es bringt Architektur als Metapher, Bild und Medium in die Diskussion um die Universalisierungskultur der so genannten neuen Medien ein.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Mit dem Thema wird die differenztheoretische Kritik an globalisierenden Phantasmen der Einheit sowohl für die Architektur wie für die ›Gebäude‹ der vernetzten Medien historisch fundiert. Davon berührt sind auch die aktuellen Diskussionen zur Museums- und Memorialkultur sowie über die mediale Totalisierung von Wahrnehmungsräumen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Leuten, die an den Zusammenhängen von Architektur, politischer Kultur und Medien interessiert sind.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Geschichte des Kugelbaus als totalisierendem Wahrnehmungs- und Vorstellungsraum seit 1789 zeigt, dass und wie Architektur als Medium und die neuen Medien als ›Architektur‹ in hegemoniale Phantasien einer Überwindung von Differenz, mitsamt ihren politisch brisanten Folgen, involviert sind.

Autor_in(nen)
Susanne von Falkenhausen
Buchtitel
KugelbauVisionen Kulturgeschichte einer Bauform von der Französischen Revolution bis zum Medienzeitalter
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
214
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-89942-945-9
DOI
Warengruppe
1584
BIC-Code
AM HBTB AC
BISAC-Code
ARC010000 HIS054000 ART015000
THEMA-Code
AM NHTB AGA
Erscheinungsdatum
2008-10-27
Auflage
1
Themen
Architektur, Kulturgeschichte, Kunst
Adressaten
Kunstgeschichte, Kulturwissenschaft, Medienwissenschaft, Politologie, Soziologie
Schlagworte
Architektur, Medien, Kultur, Form, Kulturgeschichte, Kunst, Kunstgeschichte, Digitale Medien

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