Das Fremde in mir

Gewaltdynamiken in Liebesbeziehungen zwischen Frauen. Soziologische Perspektiven auf ein Tabuthema

Diese Studie erweitert die wissenschaftliche Debatte um häusliche Gewalt um eine innovative Perspektive, die die gängige starre Koppelung von Gewalt und Geschlecht hinterfragt. Durch die Analyse von gewalttätigen Beziehungsdynamiken in Liebesbeziehungen zwischen Frauen und der In-den-Blicknahme von weiblichen Gewalttätern werden gesellschaftliche, subkulturelle und individuelle Einflussfaktoren und deren Wechselwirkungen vertiefend analysiert.

29,80 € *

2008-05-27, 346 Seiten
ISBN: 978-3-89942-948-0

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Constance Ohms

Constance Ohms, Verein Broken Rainbow e.V., Deutschland

... mit Constance Ohms

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Gewalt und Missbrauch in der Partnerschaft wurden in den letzten Jahren aus der Isolation der ›Privatangelegenheit‹ befreit. ›Häusliche Gewalt‹ wird dabei als ›Gewalt von Männern an Frauen‹ definiert. Diese Beschreibung blendet Männer als mögliche Opfer und Frauen als mögliche Täterinnen aus. Das Buch ist ein Beitrag dazu, die festgeschriebene geschlechtliche Zuordnung von Opfer und Täter aufzubrechen. Es wird ein Erklärungsmodell entwickelt, das es ermöglicht, die unterschiedlichen Lebenssituationen von Frauen einzubeziehen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

In dem Buch wird die geschlechtliche Zuordnung von Täter und Opfer häuslicher Gewalt aufgebrochen. Die Tatsache, dass auch Frauen Täterinnen sein können, hinterfragt das Primat des Erklärungsmodells der ›Gewalt im Geschlechterverhältnis‹, denn anhand dessen lässt sich Gewalt in gleichgeschlechtlichen Beziehungen nicht erklären. Das Buch zieht den Schluss, dass nur anhand eines Modells, in dem verschiedene hierarchische Strukturen gleichwertig einbezogen werden, häusliche Gewalt vor dem Hintergrund spezifischer Lebenslagen hinreichend erklärt werden kann.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In der Analyse von häuslicher Gewalt hat sich ein Erklärungsansatz durchgesetzt, der diese unter der Maxime der ›Gewalt im Geschlechterverhältnis‹ beschreibt. Gewalt in lesbischen Beziehungen zeigt die Grenzen dieses Erklärungsmodells auf, weist aber auch den Weg für einen Analyseansatz, der es ermöglicht, die Gewalt vor dem Hintergrund der spezifischen Lebenserfahrungen der beteiligten Menschen zu betrachten.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Sarah Wiener, Ursula von der Leyen und einigen feministischen Theoretikerinnen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Auch wenn es abgegriffen ist: ›Das Tabu brechen‹.

»[Constanze Ohms füllt] eine wichtige Lücke in der Gewaltforschung.«
Paula Bolyos, WeiberDiwan, 1 (2009)
»Die ausführliche Darstellung der ausgewählten fünf Interviews, die sicherlich für die Forschungsarbeit wertvolle Quellenmaterialien und weiterführende Fragenkomplexe anbietet, trägt dazu bei, dass der immanente Bezug zur eigentlichen Forschungsfrage virulent wird [...].«
Jos Schnurer, www.socialnet.de, 10.08.2009
»Eine sehr informative [...] Untersuchung und Pflichtlektüre für alle, die beruflich mit von Gewalt betroffenen Frauen arbeiten.«
Gudrun Hauer, LAMBDAnachrichten
»Angesichts der Datenlage und des Forschungsstands ist [...] ein Forschungsdesiderat in feministischer, lesbischer und/oder queerer Forschung aufgetan. Insofern ist es das große Verdienst dieses Buches, eine längst überfällige Debatte anzustoßen. Vor allem bietet Constance Ohms einen spannenden und empirisch fundierten Beitrag für die feministische Debatte zur (De-)Konstruktion von Geschlecht.«
Heike Raab, Querelles-Net, 26 (2008)
Besprochen in:

www.wolfsmutter.com, 30.03.2009, Leni Kastl
Autor_in(nen)
Constance Ohms
Buchtitel
Das Fremde in mir Gewaltdynamiken in Liebesbeziehungen zwischen Frauen. Soziologische Perspektiven auf ein Tabuthema
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
346
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-89942-948-0
DOI
10.14361/9783839409480
Warengruppe
1726
BIC-Code
JFSJ JFSK
BISAC-Code
SOC032000 SOC012000
THEMA-Code
JBSF JBSJ
Erscheinungsdatum
2008-05-27
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Gewalt
Adressaten
Soziologie, Konfliktforschung, Gender Studies
Schlagworte
Geschlechterforschung, Gewalt, Häusliche Gewalt, Lesbische Frauen, Gender, Gender Studies, Queer Theory, Soziologie

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