Der Wille zur Bewegung

Militärischer Traum und totalitäres Programm. Eine Mentalitätsgeschichte vom Ersten Weltkrieg zum Nationalsozialismus

Die Metapher der »Bewegung« stand nach dem endlosen Stillstand des Grabenkrieges und der traumatischen Niederlage des Ersten Weltkrieges in Deutschland im Mittelpunkt militärischer Innovation und politischer Militanz. Die radikalen Folgerungen aus dem Kriegserlebnis durch einen militanten Teil der Frontgeneration und ihre Wirkung auf die nachwachsende Generation bildeten einen wichtigen Ausgangspunkt für den Aufstieg der NS-Bewegung.

Diese Studie stellt in innovativer und pointierter Weise den mentalitätsgeschichtlichen Zusammenhang zwischen den Erfahrungen des Ersten Weltkrieges, den politischen Dynamiken der Weimarer Republik und dem Nationalsozialismus her.

29,80 € *

2008-09-27, 352 Seiten
ISBN: 978-3-89942-955-8

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Alexander Meschnig

Alexander Meschnig, Politikwissenschaftler, Psychologe, freier Autor und Publizist, Deutschland

... mit Alexander Meschnig

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Die bis heute in der Forschung kontrovers diskutierte Frage nach der Bedeutung des Ersten Weltkriegs für den Aufstieg der NS-Bewegung fokussiert sich in dieser Arbeit auf die mentale Verarbeitung der industriellen Feldschlachten der Westfront. Denn ohne den Ersten Weltkrieg bleibt der Nationalsozialismus etwas genuin Unverständliches. Daher rückt die Materialität des Krieges das aus dem Stellungskrieg resultierende Kriegserlebnis und seine nachträgliche Politisierung durch einen militanten Teil der Frontgeneration in den Mittelpunkt einer mentalitätsgeschichtlichen Analyse.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch bietet eine interdisziplinäre Perspektive auf den engen Zusammenhang zwischen Nationalsozialismus und Erstem Weltkrieg, indem es v. a., neben wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen, auch die militärischen Kontroversen der Zwischenkriegszeit mit in seine Betrachtungen aufnimmt. Das Erlebnis der Front und ihre Verarbeitung in einem gewaltbereiten Kontext nach 1918 bilden den entscheidenden Ausgangspunkt für eine Rekonstruktion der folgenden Katastrophe.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Lange Zeit als eine Art »Vorkrieg« des Zweiten verdeckt, gerät die Bedeutung des Ersten Weltkrieges heute vermehrt in das Blickfeld politisch-historischer Analysen und populärer Darstellungen. Dieses Buch will an die aktuellen Diskussionen anknüpfen, indem es den nach 1918 unternommenen Versuch, das Trauma des Stillstandes der Westfront in eine militante Bewegung zu übersetzen, als Ausgangspunkt für eine Rekonstruktion der nationalsozialistischen Dynamik heranzieht. Die Metapher der Bewegung wird dabei in ihrer Doppelbedeutung sowohl militärisch wie politisch auf ihre (letztlich) verhängnisvollen Implikationen hin untersucht.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit all denjenigen, die sich für die deutsche Geschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts interessieren, und die sich für ein Verständnis der Ereignisse von kriegsgeschichtlichen Analysen und militärischen Autoren nicht abschrecken lassen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch will – zugespitzt – erfahrbar und verstehbar machen, warum und aufgrund welcher Dynamiken die deutsche Geschichte vom Ersten Weltkrieg und Verdun schließlich nach Stalingrad und Auschwitz führte.

Besprochen in:

Zeitschrift für Politikwissenschaft, 10.02.2009
Autor_in(nen)
Alexander Meschnig
Buchtitel
Der Wille zur Bewegung Militärischer Traum und totalitäres Programm. Eine Mentalitätsgeschichte vom Ersten Weltkrieg zum Nationalsozialismus
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
352
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-89942-955-8
DOI
10.14361/9783839409558
Warengruppe
1558
BIC-Code
HBJD HBTB
BISAC-Code
HIS014000 HIS054000
THEMA-Code
NHD NHTB
Erscheinungsdatum
2008-09-27
Auflage
1
Themen
Gewalt, Kulturgeschichte
Adressaten
Politikwissenschaft, Kulturwissenschaft, Militärgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Soziologie
Schlagworte
Erster Weltkrieg, Nationalsozialismus, Militärgeschichte, Weimarer Republik, Mentalität, Kulturgeschichte, Gewalt, Deutsche Geschichte, Emotionsgeschichte, Geschichte des 20. Jahrhunderts, Geschichtswissenschaft

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