Negativität und Unbestimmtheit

Beiträge zu einer Philosophie des Nichtwissens. Festschrift für Gerhard Gamm

Für die letzten Jahrzehnte lässt sich eine Konzentration negativistischer Selbstbeschreibungen in Wissenschaften, Philosophie und Künsten diagnostizieren. Prominent werden in diesem Zusammenhang Begriffe wie Ambivalenz, Überdeterminiertheit, Unentscheidbarkeit und Unberechenbarkeit. Sie deuten auf einen Prozess des Umbruchs in der Struktur unserer Selbst- und Weltverhältnisse hin, in dem alle Bestimmungen des Wissens und Handelns einem zunehmenden Unbestimmtwerden ausgesetzt sind. Negativität wird dabei am Scheitern anthropologischer Versuche, das Wesen des Menschen zu erfassen, ebenso erfahrbar wie an den antinomischen Strukturen moralischer Prinzipien oder den Schwierigkeiten, die sich für die Naturwissenschaften aus der Unbeherrschbarkeit ihrer Gegenstände ergeben. Das Buch setzt sich zum Ziel, die unterschiedlichen Facetten dieser Negativitätserfahrung zu ergründen.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. INHALT

    Seiten 5 - 6
  3. Negativität und Unbestimmtheit. Eine Einleitung

    Seiten 7 - 18
  4. Negativistische Hermeneutik. Zur Dialektik von Sinn und Nichtsinn

    Seiten 21 - 40
  5. Unbestimmtheit und Bestimmtheit der Interpretation. Zum Primat der Intersubjektivität bei Davidson

    Seiten 41 - 62
  6. Die Positivierung des Negativen

    Seiten 63 - 74
  7. Negativität der Rede - Unmöglichkeit der Kommunikation

    Seiten 75 - 88
  8. Ding, Gabe und die Praxis der Künste

    Seiten 91 - 104
  9. Zur Unbestimmtheitssemantik der Einbildungskraft in der Moderne

    Seiten 105 - 118
  10. Die Positivierung des Unbestimmten in den nachmodernen Naturwissenschaften

    Seiten 119 - 138
  11. Das »Ich deute nicht« am Grund des Urteilens: Michael Frayns Copenhagen als Beitrag zur Gewissheitsthematik

    Seiten 139 - 152
  12. Mensch ohne Bild. Grenzen der Bestimmung des Unbestimmten

    Seiten 155 - 168
  13. Der unbestimmte Mensch und der Ãœbermensch

    Seiten 169 - 180
  14. Homo absconditus. Das Subjekt als Projekt und offene Frage

    Seiten 181 - 194
  15. »Wie ein Bogenstrich, der aus zwei Saiten eine Stimme zieht...«. Was im Tier blickt uns an?

    Seiten 195 - 200
  16. Kant über den Wert des Glücks

    Seiten 203 - 220
  17. Die produktive Unbestimmtheit der pädagogischen Praxis

    Seiten 221 - 238
  18. Das Machbare und das Hinzunehmende. Ãœber Unentscheidbares, das entschieden werden muss

    Seiten 239 - 254
  19. Dekonstruktive Sozialtheorie als Ethik jenseits des Sozialen

    Seiten 255 - 272
  20. Autorinnen und Autoren

    Seiten 273 - 277
  21. Backmatter

    Seiten 278 - 280
Mehr
28,80 € *

2009-02-27, 280 Seiten
ISBN: 978-3-89942-956-5

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Andreas Hetzel

Andreas Hetzel, Stiftung Universität Hildesheim, Deutschland

Autor_in(nen)
Andreas Hetzel (Hg.)
Buchtitel
Negativität und Unbestimmtheit Beiträge zu einer Philosophie des Nichtwissens. Festschrift für Gerhard Gamm
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
280
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-89942-956-5
DOI
Warengruppe
1521
BIC-Code
PDA HPS JFC
BISAC-Code
PHI004000 SCI075000 PHI034000
THEMA-Code
PDA QDTS JBCC
Erscheinungsdatum
2009-02-27
Auflage
1
Themen
Sozialität, Wissenschaft, Mensch
Adressaten
Philosophie, Kulturwissenschaften, Literaturwissenschaften
Schlagworte
Philosophie, Moderne, Unbestimmtheit, Negativität, Sozialität, Wissenschaft, Mensch, Wissenschaftsphilosophie, Sozialphilosophie, Kulturphilosophie

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