Gouvernementalität der Wissensgesellschaft

Politik und Subjektivität unter dem Regime des Wissens

Wie lässt sich die Wissensgesellschaft angesichts von Kontingenz regieren? Darauf antworten Diskurse um Partizipation und die Transformation politischer Souveränität. Partizipation wird zum programmatischen Element. Das Problem der Regierung von Kontingenz und Unsicherheit erzeugendem Wissen soll bewältigt werden, indem Laien als mündige und lernfähige Bürger adressiert werden. Vor dem Hintergrund der Foucault'schen Philosophie werden in diesem Buch die Diskurse der Wissensgesellschaft und die Praktiken der Partizipation als Techniken der Regierung begriffen und als Strategie innerhalb der neoliberalen Gouvernementalität der Gegenwart eingeordnet.

36,80 € *

2008-07-27, 406 Seiten
ISBN: 978-3-89942-957-2

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Torsten Junge

Torsten Junge, Soziologe, Deutschland

... mit Torsten Junge

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht«. Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Das Buch ist der Versuch, gegen den Mainstream auf die subtilen Machtverhältnisse in Demokratien zu verweisen und die Diskussionen um Bürgergesellschaft, Partizipation etc. als 'Regierungstechnologien' zu begreifen. Die neoliberale Forderung nach Rückzug des Staates ist nicht gleichzusetzen mit mehr Freiheit, sondern mit neuen Selbstzwängen, denen wir zunehmend ausgesetzt sind. Insofern ist es auch ein Buch der Aufklärung, jedoch ohne den mahnenden Zeigefinger.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es reflektiert im Sinne einer Kritischen Dialektik die sich verändernden Beziehungen und Verflochtenheit zwischen moderner Staatlichkeit und Subjektivität. Das Buch zeigt auf, wie sich verändernde politische Verhältnisse immer auch neue Subjektivitätsformen verlangen und diese hervorbringen. Es ist insofern auch eine klare Absage an essentialistische Tendenzen der Anthropologie.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die gegenwärtigen Debatten um Partizipation tragen einen sehr affirmativen Charakter, das Buch setzt dazu einen Gegenpol, der nicht nur auf Gegenliebe stoßen wird.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Herfried Münkler, Benjamin Barber und Thomas Lemke.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Eine kleine Kampfansage gegen unreflektiertes Denken und Handeln.

»Sein ausgeprägtes wissenschaftliches Interesse hat Torsten Junge mit der in diesem Buch abgehandelten Thematik nicht nur zu seiner Promotion geführt, sondern dem Leser dieses Buches ein mit Informationen aufgeladenes theoriefundiertes und praktisch orientiertes Werk beschert.«
Andreas G. Franke, www.socialnet.de, 12.02.2009
Besprochen in:

Zeitschrift für Politikwissenschaft, 02.09.2009
Autor_in(nen)
Torsten Junge
Buchtitel
Gouvernementalität der Wissensgesellschaft Politik und Subjektivität unter dem Regime des Wissens
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
406
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-89942-957-2
DOI
Warengruppe
1728
BIC-Code
JHB JHBA
BISAC-Code
POL010000 SOC026000
THEMA-Code
JHB JHBA
Erscheinungsdatum
2008-07-27
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Neoliberalismus, Politik
Adressaten
Sozialwissenschaften, Philosophie, Politikwissenschaft
Schlagworte
Wissensgesellschaft, Partizipation, Gouvernementalität, Subjektivität, Gesellschaft, Politik, Neoliberalismus, Politische Soziologie, Soziologische Theorie, Soziologie

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