Grenzgänge zwischen den Künsten

Interventionen in Gattungshierarchien und Geschlechterkonstruktionen

Was unterscheidet »freie« von »angewandten« Künsten? Diese nicht erst seit der Moderne virulente Frage prägt die Kunstvorstellungen bis heute. Der Band geht dieser die Hierarchie der Künste vorstrukturierenden Gegenüberstellung nach. Es zeigt sich, dass in den Wechselbeziehungen zwischen Kunst und Kunstgewerbe Gattungshierarchien und implizite Geschlechtszuschreibungen nach wie vor eine zentrale Rolle spielen, was auch von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern problematisiert wird.

Die internationalen Beiträger_innen stellen das Funktionieren der traditionellen Hierarchien zur Diskussion, was zu einer Revision von Kategorien und Klassifikationen der Kunstgeschichte führt. Dies ermöglicht eine Neubewertung nicht nur von künstlerischen/gestalterischen Werken der Moderne bis zur Gegenwart, sondern auch der damit befassten Kunstkritik. Aktuelle künstlerische Strategien erfahren dabei eine besondere Beachtung.

25,80 € *

2008-10-27, 200 Seiten
ISBN: 978-3-89942-967-1

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Jennifer John

Jennifer John, Zürcher Hochschule der Künste, Schweiz

Sigrid Schade

Sigrid Schade, Zürcher Hochschule der Künste, Schweiz

... mit Sigrid Schade und Jennifer John

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

In den vergangenen Jahren haben Nadelarbeiten aller Art wie auch die ›angewandten‹ Künste im Allgemeinen sowohl in der Alltagskultur wie in der Kunst deutlich an Sex-Appeal gewonnen – davon zeugen nicht zuletzt eine Vielzahl von Gattungsgrenzen überschreitender Arbeiten auf der documenta 12. Doch sind heute die Gattungshierarchien sowie damit einhergehende stereotype Klischees wirklich überwunden? Unser Buch bietet eine theoretische Reflexion dieser aktuellen Phänomene unter Berücksichtung historischer Entwicklungen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Durch das Aufdecken impliziter Geschlechterzuschreibungen in den Kunstgattungen ermöglichen die Beiträge internationaler Autorinnen eine Neubewertung von künstlerischen/gestalterischen Werken der Moderne bis zur Gegenwart; künstlerische Strategien der Neubewertung erfahren dabei besondere Beachtung.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Durch die Infragestellung des Funktionierens der traditionellen Gattungshierarchien regt das Buch zu einer Revision von Kategorien und Klassifikationen der tradierten Kunstgeschichte an. Sicher geglaubte Kategorien und Schlüsselbegriffe wie die Abstraktion, die Autonomie, das Dekorative müssen vor diesem Hintergrund neu verhandelt werden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Sophie Taeuber-Arp

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch stellt Grenzüberschreitungen in den Künsten zur Diskussion und interveniert in das Zusammenwirken von Gattungshierarchien und Geschlechterkonstruktionen.

Autor_in(nen)
Jennifer John / Sigrid Schade (Hg.)
Buchtitel
Grenzgänge zwischen den Künsten Interventionen in Gattungshierarchien und Geschlechterkonstruktionen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
200
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-89942-967-1
DOI
Warengruppe
1581
BIC-Code
ABA JFC
BISAC-Code
ART009000 SOC022000
THEMA-Code
ABA JBCC
Erscheinungsdatum
2008-10-27
Auflage
1
Themen
Kunst, Geschlecht
Adressaten
Visual Culture Studies, Gender Studies, Ästhetische Theorie, Textilwissenschaft
Schlagworte
Kunst, Medien, Kunstgattungen, Angewandte Kunst, Gender, Geschlecht, Kunsttheorie, Cultural Studies, Gender Studies, Kunstwissenschaft

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