Die Unsichtbarkeit des Politischen

Theorie und Geschichte medialer Latenz
(mit einem Kapitel von Carsten Zorn)

Demokratische Gesellschaften geben ihren Bürgern das Versprechen, die Geschäfte der Politik durchsichtig zu machen – ein Versprechen, das laufend gebrochen wird. Zur Aufgabe der Massenmedien gehört es daher, die Arkanzonen der Politik auszuleuchten.

Was aber machen die Medien tatsächlich sichtbar, wenn sie Latentes manifestieren? Pater Brown gab schon im Kino der 1960er Jahre zu bedenken: »Wer zu sehr hinter die Dinge schauen will, sieht am Ende die Dinge selbst nicht mehr.«

Die Autoren des Bandes lassen sich dies gesagt sein und liefern Analysen zum politischen und medialen Diskurs des Enthüllens und Verbergens.

32,80 € *

2009-11-27, 380 Seiten
ISBN: 978-3-89942-969-5

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Lutz Ellrich

Lutz Ellrich, Universität Köln, Deutschland

Harun Maye

Harun Maye, Bauhaus-Universität Weimar, Deutschland

Arno Meteling

Arno Meteling, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

... mit Lutz Ellrich

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht. Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Wer sich für Verborgenes, Unterschwelliges und Verschwiegenes interessiert, kann hier erfahren, welche geheimen Motive und Denkfiguren dieses Interesse gegebenenfalls steuern. Das Buch konfrontiert den Leser mit kühnen Thesen zum Verschwinden der Politik in der Mediendemokratie sowie zu medialer Latenz, unsichtbaren Händen, Verschwörungstheorien, Normalismus und Schwarmintelligenz, deren Tauglichkeit getestet wird, ohne den Reiz und das Irritationspotenzial des Stoffes zu tilgen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

In vergleichenden Studien zu historischen und modernen Kulturtheorien werden wiederkehrende ›Baupläne‹ und Denkfiguren von Latenz freigelegt sowie deren Stärken und Schwächen analysiert. Im Anschluss erscheinen dann auch aktuelle Theorieangebote zu Politik, Medien und deren Zusammenhang in einem neuen Licht. Betrachtet man die jeweils zugrunde liegenden Konzepte von Latenzbeobachtung, stellt sich die Frage: Wie überzeugend ist ihr Anspruch, mehr, Anderes, ganz Neues sichtbar machen zu können?

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Über Ort und Zustand des Politischen wird gegenwärtig viel diskutiert. Hat es sich endgültig verflüchtigt? Wirkt es nun vor allem aus dem Verborgenen heraus? Wird es bald unvermittelt als schockierendes Ereignis zurückkehren? Bei der Beantwortung solcher Fragen erhält die Rolle der Medien eine wachsende Bedeutung. Für eine substanzielle Debatte mangelt es den alternativen Positionen aber allzu oft noch an begrifflicher Präzision. Hier möchte das Buch Abhilfe schaffen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Axel Honneth und Peter Sloterdijk, Anselm Haverkamp, Christoph Menke, Hans Ulrich Gumbrecht, Sighard Neckel, Diedrich Diederichsen, Giorgio Agamben, Slavoj Zizek, Alexander Kluge, Harald Schmidt. Und natürlich mit einigen, wie Niklas Luhmann, mit denen es leider nicht mehr möglich ist.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Wer hinter die Kulissen schauen will, muss zweierlei lernen: das Genießen der Oberfläche zu verschmähen und dennoch dem Sog der Tiefe zu widerstehen.

»Es ist das Verdienst dieses Bandes, die Figur des Unsichtbaren in der Politik umfassend in ideengeschichtlicher und medientheoretischer Perspektive abgesteckt und damit das Feld bereitet zu haben für empirische Studien, die mit Sicherheit folgen werden und durch Einbeziehung dieses Bandes nur gewinnen können.«
Annette Vowinckel, H-Soz-u-Kult, 17.06.2010
Besprochen in:

Philosophischer Literaturanzeiger, 62/3 (2009), Klaus Neugebauer
politik & kommunikation, 3 (2010)
weitere Beitragende
Mit Texten von Carsten Zorn.
Buchtitel
Die Unsichtbarkeit des Politischen Theorie und Geschichte medialer Latenz
(mit einem Kapitel von Carsten Zorn)
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
380
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-89942-969-5
DOI
10.14361/9783839409695
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD JPHV JPA
BISAC-Code
SOC052000 POL007000 POL010000
THEMA-Code
JBCT JPHV JPA
Erscheinungsdatum
2009-11-27
Auflage
1
Themen
Medien, Politik
Adressaten
Politikwissenschaft, Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft, Kulturwissenschaft
Schlagworte
Politik, Latenz, Öffentlichkeit, Geheimnis, Biopolitik, Medien, Gouvernementalität, Normalismus, Verschwörungstheorie, Medientheorie, Demokratie, Politische Theorie, Medienwissenschaft

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