Wider den Kulturenzwang

Migration, Kulturalisierung und Weltliteratur
(unter Mitarbeit von Stefanie Ulrich)

In Zeiten transkultureller Bewegungen erweist sich die Literatur, die sich aus verschiedenen Gründen nicht in nationale Grenzen einpassen lässt, als ein zentrales Untersuchungsfeld: Kulturelle Veränderungen, die durch Migration von Menschen, Ideen, Waren und Sprachen entstehen, lassen sich hier auf eine umfassende Weise analysieren.

In aktuellen Fallstudien untersuchen die Beiträge dieses Bandes unter anderem kulturelle Grenzziehungen in muslimischen bzw. türkischen Gemeinschaften und setzen sich dabei mit dem neuen »Zwang zur Kultur« auseinander. Daran anschließend wird der Begriff »Weltliteratur« auf seine Brauchbarkeit in diesen Kontexten untersucht, insbesondere im Hinblick auf nicht-europäische, etwa afrikanische Repräsentationsmodelle von Literatur.

Einzelanalysen von Filmen und literarischen Texten zeigen, dass die so genannte Migrationsliteratur eine ästhetische Reflexion auf kulturelle Integration einerseits, aber auch auf verschiedene Formen von sozialer, individueller und sprachlicher Desintegration andererseits ist.

Der Band wird ergänzt durch zwei Interviews mit Ilja Trojanow und Feridun Zaimoglu.

34,80 € *

2009-05-27, 412 Seiten
ISBN: 978-3-89942-987-9

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Özkan Ezli

Özkan Ezli, Universität Konstanz, Deutschland

Dorothee Kimmich

Dorothee Kimmich, Eberhard Karls Universität Tübingen, Deutschland

Annette Werberger

Annette Werberger, Stiftung Europa Universität Viadrina in Frankfurt/Oder, Deutschland

... mit Dorothee Kimmich

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Migration und die dadurch ausgelösten kulturellen Transformationen bestimmen den heutigen Alltag, die Politik, die Wirtschaft und die Wissenschaft.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Wir hinterfragen gängige Konzepte von Kultur, die ebenso selbstverständlich verwendet wie ideologisch besetzt und theoretisch unklar sind.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Globale kulturelle Entwicklungen und ihre Deutung, Verarbeitung und Bewertung wird in den Kulturwissenschaften die zentrale Forschungsfrage in den nächsten Jahrzehnten sein.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Wolfgang Schäuble und Feridun Zaimoglu zusammen; Franco Moretti, Albrecht Koschorke und Fatih Akin.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Der Anfang vom Ende der ›KULTUR‹.

»Die detailliert ausgearbeiteten Fallbeispiele illustrieren die Problemstellung des Bandes eindrucksvoll und nachvollziehbar.
Die Beiträge sind allesamt von sehr hohem Niveau, nähern sich den komplexen Themen aber dennoch auf verständliche Weise an.«
Susan Mahmody, www.literaturkritik.de, 12 (2009)
»›Wider den Kulturenzwang‹ titeln die Herausgeber und das Autorenteam den Versuch, die historischen und aktuellen Zusammenhänge von ›Migration, Kulturalisierung und Weltliteratur‹ im aktuellen Diskurs zu verorten. Das ist gelungen; vor allem deshalb, weil in dem Sammelband fachspezifische (und ideologische) Grenzen überschritten werden und dabei deutlich wird, dass in der Auseinandersetzung um kulturelle, inter- und transkulturelle Lebensführungen in unser sich immer interdependenter und entgrenzender entwickelnden Welt die Wechselseitigkeit von Leben und Fiktion untrennbar ist.«
Jos Schnurer, www.socialnet.de, 10.08.2009
Besprochen in:

Monatshefte, 103/1 (2011), Hamid Tafazoli
GERMANISTIK, 51/3-4 (2010)
Buchtitel
Wider den Kulturenzwang Migration, Kulturalisierung und Weltliteratur
(unter Mitarbeit von Stefanie Ulrich)
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
412
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-89942-987-9
DOI
10.14361/9783839409879
Warengruppe
1562
BIC-Code
DSB JFSR2
BISAC-Code
LIT000000 SOC049000
THEMA-Code
DSB QRPP
Erscheinungsdatum
2009-05-27
Auflage
1
Themen
Islam, Migration, Literatur
Adressaten
Soziologie, Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Ethnologie
Schlagworte
Migration, Kulturalisierung, Weltliteratur, Film, Ethnologie, Literatur, Islam, Allgemeine Literaturwissenschaft, Islamwissenschaft, Literaturwissenschaft

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