Medien und Diskurs

Zur Skandalisierung von Privatheit in der Geschichte des Fernsehens

Medien sind die zentrale Schnittstelle der kulturellen Transformation moderner Gesellschaften. Sie produzieren einen stetigen Fluss der Festschreibung und Auflösung von Weltbildern und Verhaltensweisen. Aber wie kann man diesen Prozess lesbar und verständlich machen?

Aufbauend auf Foucaults Idee des Diskurses entwirft dieses Buch eine Programmatik, mit der die konstitutive Rolle der Massenmedien ins Zentrum der Analyse tritt. Dieses Modell einer »medienwissenschaftlichen Diskursanalyse« wird am printmedialen Skandal-Diskurs über die Inszenierung von Privatheit in 40 Jahren Fernsehgeschichte erläutert.

36,80 € *

2008-11-27, 410 Seiten
ISBN: 978-3-89942-994-7

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Christian Pundt

Christian Pundt, Universität Hamburg, Deutschland

... mit Christian Pundt

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht«. Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Das übergeordnete Thema ist die Frage, wie Medien unsere Sichtweise auf die Welt konstruieren und dabei eine eigene Wissensordnung produzieren. Vor dem Hintergrund der stetigen Medialisierung unseres Lebens wird diese Frage in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es bildet die erste ausführliche Auseinandersetzung mit der Frage, wie eine systematische Einbindung der Diskurs-Idee in die Analyse massenmedialer Kommunikationsprozesse vorgenommen werden kann. Zugleich beleuchtet der empirische Teil eine historische Entwicklung, deren Kenntnis auch für die aktuelle Situation unseres Umgangs mit dem Privaten, beispielsweise im Internet, hilfreich ist. Und ich glaube, dass sich sowohl unter theoretisch-methodischen als auch unter empirischen Gesichtspunkten noch einige Fäden von Medien und Diskurs weiterspinnen oder auch neu aufrollen lassen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Diskursanalyse und Privatheit sind in der Diskussion über Medien zwei wichtige Erzählstränge, die bis auf weiteres en vogue bleiben werden. Darüber hinaus geht es mir mit dem Buch aber auch darum, diese Komplexe an eine theoriegeleitete Debatte anzuschließen, die den Sinn und die Funktionsweise von Öffentlichkeit in einer sich rasant wandelnden Welt zum Inhalt hat.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Intelligente Menschen, die an den Themenbereichen Diskurs-/Medienanalyse, Veränderung von Öffentlichkeit oder Medien- und Kommunikationstheorie interessiert sind.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Ein ausführliches und wohl begründetes Konzept einer medienwissenschaftlichen Diskursanalyse.

»Pundt liefert [...] einen interessanten, methodisch reflektierten Beitrag zur medienwissenschaftlichen Diskursforschung.«
Isabell Otto, H-Soz-u-Kult, 21.07.2009
Besprochen in:

PUBLIZISTIK, 55/3 (2010), Anja Peltzer
Archiv für Sozialgeschichte, 51 (2011)
Autor_in(nen)
Christian Pundt
Buchtitel
Medien und Diskurs Zur Skandalisierung von Privatheit in der Geschichte des Fernsehens
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
410
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-89942-994-7
DOI
10.14361/9783839409947
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFDT APT
BISAC-Code
PER010030 SOC052000
THEMA-Code
JBCT2
Erscheinungsdatum
2008-11-27
Auflage
1
Themen
Medien, Fernsehen
Adressaten
Medienwissenschaft, Kommunikationswissenschaft, Kulturwissenschaft, Soziologie, Zeitgeschichte
Schlagworte
Medien, Fernsehen, Diskursanalyse, Privatheit, Öffentlichkeit, Bundesrepublik, Analoge Medien, Mediensoziologie, Mediengeschichte, Medienwissenschaft

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