Dostojewskis »Der Idiot« im Spielfilm

Analogien bei Akira Kurosawa, Sasa Gedeon und Wim Wenders

Diese innovative Studie unternimmt einen Brückenschlag zwischen slawistischen, komparatistischen und filmwissenschaftlichen Ansätzen, indem sie traditionelle Aspekte der Dostojewski-Forschung mit neuen intermedialen Perspektiven verknüpft. Ausgehend von der These, dass Roman und Film erzählende Medien sind, wird Dostojewskis Roman »Der Idiot« mit den drei Filmen »Hakuchi« (Akira Kurosawa), »Návrat idiota« (Sasa Gedeon) und »The Million Dollar Hotel« (Wim Wenders) verglichen und untersucht, ob sich bestimmte, etablierte Positionen der Dostojewski-Forschung (Bachtin, Girard, Gerigk) auch in den drei Filmen aufspüren lassen.

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2008-09-27, 320 Seiten
ISBN: 978-3-89942-997-8

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Dunja Brötz

Dunja Brötz, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, Österreich

... mit Dunja Brötz

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Für eine Literaturwissenschaftlerin gibt es generell KEIN Buch, das die Welt nicht braucht. Was meine Studie aber besonders auszeichnet ist eine spannende und innovative Verknüpfung von theoretischen Ansätzen mit praktischer Literatur- und Filmanalyse. Es ging mir u.a. darum, die Bedeutung eines so berühmten Autors wie Dostojewski für das Medium Film aufzuzeigen, da dies bisher noch nicht in einem breiten, wissenschaftlichen Ausmaß geschehen ist.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Meine Studie ist v.a. interdisziplinär ausgerichtet und verbindet relativ junge, intermediale und komparatistische Ansätze mit traditionell slawistischer Dostojewski-Forschung. Schon allein diese Verbindung ermöglicht ganz neue wissenschaftliche Ausblicke, denn zum einen wird genuin slawistische Forschung noch von vergleichsweise wenigen KomparatistInnen berücksichtigt, und zum anderen finden komparatistische und intermediale Ansätze noch relativ wenig Echo innerhalb der Slawistik.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Vergleiche zwischen Literatur und Film sind zurzeit sehr aktuell. Doch meist geht es dabei um Werke, die belegbare, direkte Kontakte zu einander aufweisen. Da es in meinem Buch aber u.a. um Parallelen zwischen Roman und Film geht, die eindeutig ohne direkten Kontakt entstanden sind, liefert es der Debatte neue Anregungen. Außerdem zielt dieses Buch auf eine Aufwertung der Forschung zu Literaturverfilmungen ab, indem es das bisher so oft bemühte Kriterium der Werktreue bewusst ausklammert.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Da zwei Kapitel meines Buches René Girard und Horst-Jürgen Gerigk gewidmet sind, würde es mich sehr interessieren was diese beiden Wissenschaftler von der Übertragung ihrer Theorien auf den Film halten. Außerdem würde mich die Meinung von Swetlana Geier, der großartigen Dostojewski-Übersetzerin, zur intermedialen Bedeutung Dostojewskis sehr interessieren, sowie die Ansichten vieler intermedial arbeitender WissenschaftlerInnen wie Wolf Schmid, Rudolf Neuhäuser, Werner Wolf, Andrea B. Braidt u.a.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Erstmals wird die Bedeutung von Dostojewskis weltberühmtem Roman »Der Idiot« für das internationale Kino deutlich gemacht.

Besprochen in:

Dostoevsky, 13 (2009), Horst-Jürgen Gerigk
Autor_in(nen)
Dunja Brötz
Buchtitel
Dostojewskis »Der Idiot« im Spielfilm Analogien bei Akira Kurosawa, Sasa Gedeon und Wim Wenders
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
320
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-89942-997-8
DOI
10.14361/9783839409978
Warengruppe
1568
BIC-Code
DSB JFD APFA
BISAC-Code
LIT004110 PER004030
THEMA-Code
DSB JBCT ATF
Erscheinungsdatum
2008-09-27
Auflage
1
Themen
Film, Literatur
Adressaten
Slawistik, Vergleichende Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft, Filmwissenschaft, Intermedialitätsforschung
Schlagworte
Film, Russland, Literatur, Medien, Kultur, Slavistik, Literaturwissenschaft

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