Mediale Anatomien

Menschenbilder als Medienprojektionen

Ist der Beginn des Medienzeitalters das Ende der Geschichte des Menschen? Körperbilder, Prothesen, Maschinenmenschen und neue Kommunikationstechniken stellen seit dem 17. Jahrhundert die gängigen Menschenbilder der philosophischen Anthropologie ebensosehr in Frage, wie sie selbst am Entwurf neuer Modelle des Humanen beteiligt sind. Eine Medienanthropologie beschreibt, wie das Wissen vom Menschen zum Projekt wird und fragt nach den Techniken der Projektion dieses Wissens: Der vorliegende Band umreißt das Bild des Menschen zwischen ikonischen Visualisierungen und symbolischen Modellen, vermißt die Schnittstellen zwischen Technik und Körper und rekonstruiert die Codierungen des Humanen in den Diskursen über neue Medien. Weit davon entfernt, von einer ihm entgegengesetzten, nicht-menschlichen Technik determiniert oder gar ersetzt zu werden, gewinnt der Mensch gerade in der Kontrastierung mit sowie als Teil von Mediendispositiven seine wechselnde Kontur.

Open Access

2015-09-27, 456 Seiten
ISBN: 978-3-8394-0076-0
Dateigröße: 2.06 MB

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Annette Keck

Annette Keck, Universität zu Köln, Deutschland

Nicolas Pethes

Nicolas Pethes, Universität Köln, Köln, Deutschland

Besprochen in:

arcadia, 37/1 (2002), Benjamin Bühler
Autor_in(nen)
Annette Keck / Nicolas Pethes (Hg.)
Buchtitel
Mediale Anatomien Menschenbilder als Medienprojektionen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
456
ISBN
978-3-8394-0076-0
DOI
10.14361/9783839400760
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD
BISAC-Code
SOC052000 HIS054000
THEMA-Code
JBCT
Erscheinungsdatum
2015-09-27
Themen
Medien, Körper, Mensch, Bild
Adressaten
Medienwissenschaften, Kulturwissenschaften, Sozialwissenschaften
Schlagworte
Menschenbilder, Medien, Medienkultur, Medienanalyse, Mensch, Bild, Medientheorie, Mediengeschichte, Medienwissenschaft, Technik

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