Mittel

Beim Philosophieren über ›Mittel‹ werden diese oftmals technologisch verkürzt als bloße Instrumente der Zweckrealisierung erachtet. Dabei wird übersehen, dass ›Mittel‹ bzw. das ›System der Mittel‹ (als ›Medialität‹) konstitutiv für unser theoretisches und praktisches Weltverhältnis ist. Hegel hat die umfassendste Reflexion dieses Problems vorgelegt: in der Phänomenologie des Geistes mit Blick auf die Entstehung eines Selbstbewusstseins im Zuge der Arbeit des ›Knechts‹ als Mittel; in der Wissenschaft der Logik mit Blick auf den Doppelcharakter des Mittels, Instrument und zugleich Potenzial zu sein und somit der Vernunft die ›List‹ zu eröffnen, sich von der äußeren Welt zu distanzieren und sich als Macht zu erhalten; in der Rechtsphilosophie mit Blick auf die Entstehung der Sittlichkeit als Koordination der Mittel im System. Dabei wird deutlich, dass das Selbstbegreifen der Vernunft nur durch die Reflexion auf das Praktische möglich ist. Diese Fragen werden in den Argumentationslinien von Marx, Husserl und Cassirer weiter verfolgt.

Open Access

2015-09-27, 50 Seiten
ISBN: 978-3-8394-0091-3
Dateigröße: 0.66 MB

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Christoph Hubig

Christoph Hubig, Technische Universität Darmstadt, Deutschland

Autor_in(nen)
Christoph Hubig
Buchtitel
Mittel
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
50
ISBN
978-3-8394-0091-3
DOI
Warengruppe
1521
BIC-Code
HP
BISAC-Code
PHI000000
THEMA-Code
QDT
Erscheinungsdatum
2015-09-27
Themen
Technik
Adressaten
Oberstufenschüler, Studierende und Lehrende der Philosophie, alle an Philosophie Interessierten
Schlagworte
Mittel, Phänomenologie, Technik, Technikphilosophie, Philosophie

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