Leben (bio-ethisch)

Der Begriff »Leben« spielt in den Diskussionen über Bio- und Gentechnologien und insbesondere deren Anwendung auf den Menschen eine zentrale Rolle. »Leben« wird als eine Substanz vorgestellt, deren Eigenschaften erkannt werden müssen, um sagen zu können, was mit »Leben des Menschen« gemeint sei. Dagegen muss sprachkritisch zunächst die substantivische Verwendung des Wortes »Leben« als von »lebendig« abgeleitet rekonstruiert werden. Die Rede »etwas ist lebendig« wird aus Beschreibungen von Handlungen und Zuständen von Menschen im gemeinsamen Lebensvollzug intersubjektiv gewonnen und erst dann auf die Rede von Tieren und Pflanzen als »lebendig« übertragen. Eine solche sprachkritische Rekonstruktion gibt im Anschluss an Überlegungen von Helmuth Plessner und Josef König den Anfang für die Begründung der These, der Mensch sei bezüglich seiner Gattung immer schon das, was er als Individuum erst werden müsse.

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2003-04-27, 52 Seiten
ISBN: 978-3-933127-96-9

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Michael Weingarten

Michael Weingarten, Universität Stuttgart, Stuttgart, Deutschland

Besprochen in:

Marxistische Blätter, 5 (2003), Robert Steigerwald
Autor_in(nen)
Michael Weingarten
Buchtitel
Leben (bio-ethisch)
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
52
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-933127-96-9
DOI
Warengruppe
1521
BIC-Code
PSAD HPQ JPA
BISAC-Code
PHI005000 POL010000
THEMA-Code
PSAD QDTQ JPA
Erscheinungsdatum
2003-04-27
Auflage
1
Themen
Biopolitik, Ethik
Adressaten
Philosophie-Interessierte, die interessierte Öffentlichkeit, Journalisten
Schlagworte
Ethik, Bio-Technologie, Leben, Technischer Fortschritt, Biopolitik, Bioethik, Philosophie

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