Details zu 10.14361/9783839438657-016

Isabelle Schwarz
Zwitterwesen Unterwasserfilm
Die mediale Durchmessung eines Naturraums in frühen Filmen von Jacques-Yves Cousteau und Hans Hass
DOI: 10.14361/9783839438657-016
 
Jacques-Yves Cousteau und Hans Hass eröffneten in ihren Filmen mit der Weite des medial neu einzunehmenden Naturraums Meer und den begrenzten technischen Bedingungen ein eigenes ästhetisches Spannungsfeld. Mit den ersten Arbeiten dieser beiden Unterwasserfilmer und Tauchpioniere aus den 1940er- und 1950er-Jahren widmet sich Isabelle Schwarz der Frühphase eines neuen Genres, dem u.a. Elemente des Wissenschaftsfilms, das Narrativ von Spiel- und Abenteuerfilm und Analogien zu künstlerischen Richtungen und Positionen eingeschrieben sind. In Bezug auf die Durchmessung des Meeresraumes lassen sich die Filme mit naturkundlichen Expeditionsreisen und ihrer Dokumentation vergleichen. Die Meeresoberfläche wird als Grenze diskutiert, die die weißen Flecken auf der Karte zur Projektionsfläche macht und von jenem trennt, was den Menschen in seinem Verhältnis zur Natur und insbesondere zu den unbekannten Lebensformen ausmacht; dies noch mehr in Gegenüberstellung der Arbeiten des Avantgardisten und Filmemachers Jean Painlevé.
 
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