Details zu 10.14361/9783839440346-009

Christine Wimbauer, Julia Teschlade, Almut Peukert, Mona Motakef
Paar- und Familienleitbilder der ›Mitte‹ zwischen Persistenz und Wandel Eine paar- und heteronormativitätskritische Perspektive
DOI: 10.14361/9783839440346-009
 
Christine Wimbauer, Julia Teschlade, Almut Peukert und Mona Motakef analysieren Persistenzen und Wandel in den Paar- und Familienbildern der Mitte. Aus einer paar- und heteronormativitätskritischen Perspektive beschäftigen sie sich mit kulturell hegemonialen Normen und faktisch realisierten Formen des (familialen) Zusammenlebens. Sie konstatieren eine weiterhin bestehende Hegemonie der bürgerlichen Kleinfamilie und des romantischen Liebesideals, verweisen aber auch auf Diskrepanzen zwischen normativem Leitbild und dessen faktischer Umsetzung. Durch sozialen Wandel und Fortschritte in der Reproduktionsmedizin haben sich Familienrealitäten sowie die Vorstellungen davon, was eine Familie ist, sein kann und darf, seit dem golden age of marriage erheblich verändert. Mittelschichten waren und sind sowohl Träger*innen und Bewahrer*innen überkommener Leitbilder, zugleich aber auch Quelle von Innovationen und von zunächst »abweichender« Lebensformen und Vorstellungen.
 
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