Details zu 10.14361/9783839441145-004

Philipp Schmerheim
Remediationen des digitalen Spiels in Offline - Das Leben ist kein Bonuslevel
DOI: 10.14361/9783839441145-004
 
Die jugendlichen Hauptfiguren von Offline - Das Leben ist kein Computerspiel begeben sich bei ihrem Versuch, einen zwielichtigen Hacker zu finden, auf eine Entdeckungsreise durch die Welt jenseits des Computerbildschirms. Inszeniert wird der road trip durch den Schwarzwald und die Schweizer Voralpen nicht nur mit der Narratoästhetik der Heldenreise des Abenteuerfilms und des Coming-of-Age-Films. Auf auffällige Weise experimentiert Offline auch mit der Ludoästhetik digitaler Spiele und ist damit intermedial strukturiert: So wandeln die Figuren zwischen dem virtuellen Welt-Raum digitaler Spiele und demjenigen der physischen Wirklichkeit; Entscheidungsprozesse werden quasi-paratextuell mithilfe von Multiple-choice-Tafeln und Inventarien audiovisualisiert, die aus Online-Rollenspielen bekannt sind; und in ebenso emotionalen wie dramaturgisch wichtigen Momenten imaginieren sich die Figuren inmitten der innerfiktional realen Welt als Avatar ihres Lieblingsspiels. Um dieses ludonarrative Spiel mit Remediationen soll es im Folgenden am Beispiel von Offline und anderen Filmen aus systematischer Perspektive gehen.
 
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