Details zu 10.14361/9783839444351-004

Thomas Hoffmann
Hilfsschulpädagogik im Krieg: Übungsschulen für Kopfschussverletzte 1914 bis 1918
DOI: 10.14361/9783839444351-004
 
Thomas Hoffmann geht in seinem Beitrag von der These aus, dass der hirnverletzte Soldat im Ersten Weltkrieg eine ähnliche »Schwellenfigur« zwischen Normalität und Anormalität verkörpert, wie das Hilfsschulkind zu Beginn des 20. Jahrhunderts und dass deren gemeinsamer Bezugspunkt eine bestimmte Normvorstellung von Entwicklung ist, die diese beiden auf den ersten Blick höchst unterschiedlichen Figuren miteinander konvergieren lässt. Erst vor diesem Hintergrund wird nachvollziehbar, warum die Hilfsschulpädagogik bei der Rehabilitation der Kopfschussverletzten im Ersten Weltkrieg eine so zentrale Rolle spielte und wie in diesem Zusammenhang das Verhältnis von Pädagogik, Medizin und Psychologie begründet wurde.
 
Leseprobe