Details zu 10.14361/9783839445587-008

Wolfgang Eßbach
»Des Menschen Tage sind wie Gras« Ein Dissens über Wachstum in der Philosophischen Anthropologie
DOI: 10.14361/9783839445587-008
 
Wolfgang Eßbach widmet sich in seinem Beitrag der Frage, welche Bedeutung Konzepte des Vegetativen für eine Lebenssoziologie haben. Ausgehend von einem exemplarischen Medienereignis, dem BASF-Film Blumenwunder (1926), behandelt Eßbach den Dissens zwischen Max Scheler, Hellmuth Plessner und Arnold Gehlen über das pflanzliche Wachstum. Seine These ist, daß Pflanzen mit ihrem, im Vergleich zu anorganischen Dingen und tierischen Wesen, mittleren Grad der Andersheit Statthalter für Grundfragen der Theorie des Lebendigen sind. Mit der zunehmenden Tendenz der Animalisierung der Pflanze wird der Blick auf die ganze breite und strukturelle Differenziertheit der Phänomene des Lebendigen verstellt.
 
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