Details zu 10.14361/9783839446539-004

Nina Kleinöder
Humanisierung durch Arbeitssicherheit?
Die Reform des Arbeitsschutzes als Ausgangspunkt der »Humanisierung des Arbeitslebens« zwischen 1963 und 1979/80
DOI: 10.14361/9783839446539-004
 
Nina Kleinöder widmet sich in ihrem Beitrag den Ursprüngen des HdA-Forschungsprogrammes und untersucht, inwieweit dies im Wandel des Arbeitsschutzes seit den späten 1960er-Jahren verwurzelt war. Nach einer Phase legislativer Zurückhaltung rückten Themen des Arbeitsschutzes auf die sozialpolitische Agenda: In einem Bündel gesetzlicher Neuordnungen fehlte es an der fachwissenschaftlichen Grundlagenarbeit. Das HdA-Programm sollte in den 1970er-Jahren diese Lücke schließen, um Arbeitsplätze zukünftig nicht nur sicher, sondern auch gesund zu gestalten. Viele Projekte standen daher in enger Verbindung zu konkreten Maßnahmen des Unfallschutzes, der Verhütung von Berufskrankheiten, der Verminderung von Negativeinflüssen, technischen Anpassungen sowie der Vermeidung von Belastungssituationen. Entgegen der umfassenden Kritik am Programm selbst scheinen sich diese Schwerpunkte möglicherweise mehr oder weniger geräuschlos in die Verbesserung der Arbeitsbedingungen eingefügt zu haben.
 
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