Details zu 10.14361/9783839446638-005

Andrea Schindler
Wie viel Drache braucht ein Held?
DOI: 10.14361/9783839446638-005
 
Drachenbilder variieren von Zeit zu Zeit, von Kultur zu Kultur. Entsprechend wandeln sich auch Aussehen und Funktion und damit auch die Bezeichnung von Drachen in der deutschsprachigen Literatur von Mittelalter bis zur Gegenwart. Während etwa mit Nomina wie wurm oder slange das Schlangenartige der Drachengestalt im Mittelhochdeutschen in den Vordergrund rückt, finden sich umgekehrt wenig Beispiele, in denen Drachen Schätze hüten oder Jungfrauen rauben. Anhand von Beispielen aus der mittelalterlichen deutschsprachigen Literatur wird die vielfältige Einsetzbarkeit des Erzählkerns »Drache« aufgezeigt, der häufig mit der »Entwicklung« des Helden und seiner Identität verbunden wird und im Zusammenspiel von Drachen und Drachentöter im Drachenkampf zahlreiche Spielarten zulässt.
 
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