Details zu 10.14361/9783839446935-003

Martin Böhnert, Paul Reszke
Nicht-triviale Trivialitäten
Popkulturelle Sekundärwelten als Gedankenexperimente und ihr erkenntnistheoretischer Nutzen
DOI: 10.14361/9783839446935-003
 
Martin Böhnert und Paul Reszke zeigen am Beispiel »The Walking Dead«, inwiefern popkulturelle Erzählungen nicht nur zur trivialen Unterhaltung, sondern auch aus erkenntnisorientiertem Interesse rezipiert werden können. Hierzu führen sie den Begriff der popkulturellen Sekundärwelten ein und stellen die These auf, dass diese analog zu Gedankenexperimenten genutzt werden können. Die in den Erzählungen verwirklichten Welten bieten den Hintergrund, um hypothetische Annahmen zu treffen und nicht-triviale Erkenntnisse zu gewinnen. Diese Perspektivierung ist methodisch reizvoll, da die skizzierten Welten im Kontrast zu klassischen Gedankenexperimenten von zu unserer Wirklichkeit analogen, komplexen Beziehungen geprägt sind. Der inhaltliche Reiz liegt in der Einnahme zweier sich wechselseitig bedingender Perspektiven: Wissenschaftsgeleitete Fragen an die Sekundärwelten erlauben rückbezügliche Perspektivierungen unserer Wirklichkeit. Wissenschaftsreflexive Fragen hingegen erlauben, aktuelle Theorien an den Möglichkeiten und Grenzen einer anderen Wirklichkeit weiterzudenken.
 
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