Details zu 10.14361/9783839447734-010

Veronika Darian
Wenn Dinge dingen
Vom Versammeln, Umordnen und Unnutzen
DOI: 10.14361/9783839447734-010
 
Veronika Darian wendet sich in ihrem Beitrag der spätestens mit der Moderne prekär gewordenen Beziehung zwischen Mensch und Dingen zu. Sinnbild und Mahnmal moderner Nutzungsanforderungen und auf die Spitze getriebener Produktions- als Effektivitätsprozesse ist das Fließband. Die streng vorgegebenen Abläufe dienten nur dem einen Ziel: dem zu erstellenden Produkt. Dass dabei im Rhythmus der Maschinen Arbeitsprozesse zerteilt, Handlungsfolgen reduziert und die Entfremdung befördert wurde, trieb nicht nur Charlie Chaplins Tramp zwischen die Zahnräder der »Modernen Zeiten«. Noch heute folgen Künstler*innen wie das Schweizer Duo Fischli & Weiss Ding-Sammler*innen der Moderne wie Walter Benjamin oder dem Futuristen Sergej Tretjakow auf ihrem Weg, die Versammlung von Menschen und Dingen zu erforschen. Was dabei zum Vorschein kommt, entbehrt allerdings meist jeglicher Ergiebigkeit und Zielgerichtetheit. Es offenbaren sich vielmehr Widerstand und ein ganz »Eigen-Sinn«.
 
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