Details zu 10.14361/9783839447758-005

Gerhard Schweppenhäuser
Nominalismus und Realismus in der Ästhetik des Designs
DOI: 10.14361/9783839447758-005
 
Ausgangspunkt ist eine traditionelle Debatte, die Bazon Brock einmal wie folgt zusammengefasst hat: »Gibt es eine inhärente Eigenschaft des ›Schönseins‹ von Objekten? Oder sind »Schönheit und ihre attraktive Darstellung« nichts anderes als »ein soziales Konstrukt, das auf der menschlichen Natur beruht, diese Bedingungen aber kulturell weitgehend umgestaltet«? Vor diesem Hintergrund behandelt der Artikel Fragen der jüngeren Design-Ästhetik mit nominalistischen und realistischen Argumenten aus der analytischen Ästhetik. Im Rückblick auf Hume, Kant, Hegel und Adorno rekonstruiert Gerhard Schweppenhäuser eine Dialektik der Befreiung der individuellen ästhetischen Form. Er deutet an, warum man an Aspekte der Kritischen Theorie anknüpfen könnte, nicht zuletzt an Benjamins anti-nominalistisches Verständnis von Sprache und sein Konzept der Befreiung der Objekte vom »Zwang, nützlich zu sein«. Die Ästhetik des Designs sollte über die Grenzen der analytischen Ästhetik hinausgehen.
 
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