Details zu 10.14361/9783839448533-002

Reto Bürgin
Lucius Burckhardt als Vordenker eines sozio-materiellen Raumverständnisses
DOI: 10.14361/9783839448533-002
 
Reto Bürgin widmet sich in seinem Beitrag einer designtheoretischen Annäherung an die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Lucius Burckhardts Designansatz und der Akteur-Netzwerk-Theorie. Dabei wird Burckhardts Metapher des unsichtbaren Designs dem Aufsatz »Paris ville invisible« von Bruno Latour und Emilie Hermant gegenübergestellt. Der Beitrag erhellt, dass Burckhardt wie auch Latour ein bestimmtes Verständnis für unsichtbare Verbindungen vertreten, die sie als sozio-materielle Relationen auffassen. Burckhardt wie auch Latour postulieren ein relationales Raumverständnis, das auf Produktionsprozessen zwischen Subjekt und Objekt beruht, womit sie sich von traditionellen, dualistischen Raumauffassungen differenzieren. Stadtplanung kann gerade dadurch profitieren, indem sie nebst ihrer Fokussierung auf die baulichen, architektonischen Artefakte auch die damit zunächst unsichtbaren Auswirkungen auf die Gesellschaft stärker miteinbezieht.
 
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