Details zu 10.14361/9783839450246-003

Julia Bee
Vom individuellen Autofahren zu Mobilitätsgemeinschaften
Für ein relationales Verständnis von Mobilität und Verkehr als commons
DOI: 10.14361/9783839450246-003
 
Der Beitrag nimmt eine klimakritische Sicht auf Autofahren und spezifisch die möglichen ökologischen, sozialen und städtebaulichen Folgen autonomen Fahrens ein. Autofahren wird auf Basis einschlägiger Literatur (z. B. Urry, Manderscheid, Seiler) als mediale Vision der Durchsetzung von Kapitalismus und Neoliberalismus kritisiert. Dabei wird auf einem Grundrecht auf Mobilität bestanden, welches gemeinschaftliches gelöst und nicht - wie es autonomes fahren potentiell tun könnte - als privates Problem behandelt wird. Mit Ansätzen der Mobilitätsgerechtigkeit (Mimi Sheller) wird Mobilität als wichtiges Medium von Gemeinschaften verstanden. Der Text plädiert für eine politische und keine marktwirtschaftliche Lösung des privaten Fahrens. Autonomes Fahren wird als sogenannte klimafreundliche Vision dekonstruiert. Der Beitrag endet mit einem Plädoyer für das Fahrradfahren als degrowth Technik sowie als soziale Technologie.
 
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