Details zu 10.14361/9783839450413-005

Antonina Balfanz
Interkulturalität in der Wissensvermittlung oder Transdifferenz als Konzept
DOI: 10.14361/9783839450413-005
 
Antonina Balfanz beschäftigt sich in ihrem Beitrag mit dem Aspekt der Interkulturalität in der zeitgenössischen Wissensvermittlung. Das Prädikat »interkulturell« hat viele Interpretationen, u.a. meint es Interaktion und Austausch. Interkulturell sind auch Prozesse der Wissensvermittlung und des Wissenserwerbs, weil sie auf Austausch fokussiert sind: Wissen wird transferiert, Meinungen in Diskussionen ausgetauscht, Gedanken mitgeteilt. Damit diese Prozesse den Eingangsbedingungen, Möglichkeiten und Erwartungen aller an dem Prozess Beteiligten gerecht verlaufen, muss einiges beachtet werden. Anstelle eines linearen Wissenstransfers rückt ins Zentrum der Aufmerksamkeit die Interaktion zwischen Studierenden untereinander und zwischen Studierenden und Lehrenden. Sie entsteht, wenn die individuell und kulturell bedingten Beiträge im Prozess der Wissensproduktion thematisiert werden. Momentane Differenzen kommen zum Vorschein und transferieren. Dies kann zum Konsens führen, aber auch Dissens und Konflikt erzeugen und bedarf einer kultursensiblen Moderation seitens der Lehrenden.
 
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