Details zu 10.14361/9783839450437-005

Philipp P. Thapa
Moralische, utopische und religiöse Muster in der Umweltbewegung und ihre Marktnischen
DOI: 10.14361/9783839450437-005
 
Wir können den Ökomarkt nicht nur als Teil des Markts, sondern auch der Umweltbewegung auffassen und nicht nur nach religiösen, sondern auch nach moralischen und utopischen Mustern deuten. Der Aufsatz versucht, den Zusammenhang der drei Muster plausibel zu machen. An ihnen richtet bereits Gabriela B. Christmann eine Studie aus, in der sie Sinnsysteme von Ökoaktivisten am Ende der 1980er Jahre untersuchte. Wie der Vergleich der Umweltethiker Martin Gorke, Edward O. Wilson und Anthony Weston zeigt, kann es sich lohnen, auch in der akademischen Philosophie auf religiöse und utopische Muster gefaßt zu sein. Sie können selbst betont formale Argumentationen unsichtbar vorbestimmen. Andererseits können wir religiöse und utopische Denkweisen transparent als Anregungen und Methoden einsetzen. Während Lucien Karpik das Marktdenken bloß um die Idee des »guten« Produkts ergänzt, geht es auf dem Ökomarkt in utopischer Hinsicht oft um die Entmarktung wichtiger Lebensbereiche.
 
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