Details zu 10.14361/9783839451724-011

Markus Linden
Gleichheit und politische Repräsentation
DOI: 10.14361/9783839451724-011
 
Markus Linden thematisiert das Verhältnis von Gleichheit und politischer Repräsentation. Zunächst werden drei Ansätze dargestellt, die sich zwar in der öffentlichen und/oder wissenschaftlichen Debatte einiger Beliebtheit erfreuen, sich jedoch bei näherer Betrachtung als unterkomplex bzw. normativ verfehlt erweisen: populistische Thesen, die Postdemokratie-Theorie von Colin Crouch und der Ansatz einer Forschergruppe um Armin Schäfer. Anschließend wird mit Pierre Rosanvallons Konzept der Beziehungsgleichheit ein Vorschlag für ein angemessenes politisches Gleichheitsverständnis unterbreitet. Der letzte Abschnitt widmet sich der Darstellung der empirischen Anwendungsmöglichkeiten dieses Konzepts. Es zeigt sich, dass der Gleichheitsanspruch von Demokratie in Deutschland durch parlamentarisch-parteipolitische Repräsentationsformen noch vergleichsweise eher verwirklicht wirkt als durch alternative Institutionen. Deshalb sollten inklusive demokratische Reformen
 
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