Details zu 10.14361/9783839452165-002

Alois Hahn
Unendliches Ende
Höllenvorstellungen in soziologischer Perspektive
DOI: 10.14361/9783839452165-002
 
Der Beitrag beginnt mit anthropologisch und ethnographisch gestützten Überlegungen zur Universalität des Jenseitsglaubens in seinen vielgestaltigen historischen Ausformungen. Er konzentriert sich dann aber auf die sich vor allem in den christlich geprägten Hochkulturen entwickelnden expliziten Höllenvorstellungen, welche Hölle in der Regel als einen jenseitigen Ort der Strafe für im Diesseits begangene Verfehlungen begreifen. Der Beitrag endet mit der Schilderung des im 17. Jahrhundert beginnenden Niedergangs der Hölle im europäischen Kulturkreis, der durch die Verlagerung der Strafe für begangene Untaten aus der Hölle in das menschliche Gewissen verursacht wird - ein Prozess, der in soziologischer Perspektive sowohl als Zivilisierung als auch als Individualisierung der Hölle gedeutet wird.
 
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