Details zu 10.14361/9783839452165-012

Marcus Termeer
Die Hölle der Mode
Überlegungen zum Immer-Wieder-Neuen im Anschluss an Walter Benjamin
DOI: 10.14361/9783839452165-012
 
Marcus Termeer folgt in seinem Beitrag Walter Benjamins Erkundung der Moderne als »Zeit der Hölle«, in der die Mode »das Ritual« vorgibt, »nach dem der Fetisch Ware verehrt sein will«. Der Wunsch zur Veränderung bleibt dabei buchstäblich an der Oberfläche und führt zu »Höllenstrafen« des Immer-Gleichen. Was Benjamin fürs 19. Jahrhundert reflektiert, dürfte mehr noch auf den gegenwärtigen Kapitalismus zutreffen. Mode reguliert nun, diktiert durch den ›Markt‹, in ungleich beschleunigten Intervallen Lebensbereiche und Verhaltensweisen - mit Konsequenzen auch für ihre emanzipatorischen Potenziale. Zugleich werden die ausbeuterischen Produktionsbedingungen, besonders in Asien, regelmäßig als »Hölle« beschrieben; eine Metaphorik, die hier allerdings problematisch ist.
 
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