Details zu 10.14361/9783839452493-010

Susanne Korbel
Humor in Aufführungen von refugee artist groups während des Zweiten Weltkriegs
DOI: 10.14361/9783839452493-010
 
Zwischen 1933 und 1945 emigrierten rund 340.000 Jüdinnen und Juden, um dem Naziterror zu entkommen. Von Shanghai bis New York und Melbourne etablierten sie eine populäre Theater- und Kabarettszene. Auf ihren Bühnen verhandelten und vermittelten sie mit Humor das Schicksal der Flüchtlinge. Sie nutzten bewusst das Lachen, um ihre Erfahrungen von Ausgrenzung, Verfolgung, Gewalt, Flucht und Verlust, Ankunft und Neuanfang sowie Geschichten aus ihrer Vergangenheit nicht nur einander, sondern auch einem Publikum zugänglich zu machen, das solche Erfahrungen nicht teilte. In diesem Artikel beziehe ich mich auf übersetzte und nichtübersetzte Elemente in Performances von Flüchtlingen in New York. In Anlehnung an Sigmund Freuds Analyse des Humors betrachte ich Text- und Liederbücher und ergänze sie mit Informationen aus Interviews, um zu untersuchen, wie die Flüchtlinge in ihren Theateraufführungen Humor übersetzten und was unübersetzt! blieb.
 
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