Details zu 10.14361/9783839452813-009

Ulrike Lembke
Rechtliche Handlungsoptionen: Öffentliches Recht
DOI: 10.14361/9783839452813-009
 
Lembke zeigt auf, dass die rechtlichen Handlungsmöglichkeiten gegen digitale geschlechtsbezogene Gewalt grundsätzlich auch das Öffentliche Recht umfassen. Dies bietet eigentlich wesentliche Vorteile in der Rechtsmobilisierung, da Betroffene nicht selbst die Rechtsverfolgung auf sich nehmen müssen und es bei präventiven Ansätzen wie im Jugendmedienschutz gar keine konkret betroffenen Personen braucht. Doch in der konkreten Umsetzung werden bspw. die Kontrollmechanismen des Jugendmedienschutzes kaum genutzt. Oft erkennen Aufsichtsbehörden nicht, wenn digitale geschlechtsbezogene Gewalt oder Diskriminierung vorliegt. Auch die Regeln zu staatlicher Entschädigung von Opfern nicht-physischer Gewalt werden nicht konsequent auf digitale Gewalt angewendet. Bestehende Gesetze müssen geändert oder menschenrechtskonform angewendet werden, um auch Öffentliches Recht gegen digitale geschlechtsbezogene Gewalt nutzen zu können.
 
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