Details zu 10.14361/9783839453742-006

Andreas Hoffmann-Ocon
Praktiken der Eignungsabklärung von angehenden Zürcher Primarlehrpersonen (1940-1960)
DOI: 10.14361/9783839453742-006
 
Andreas Hoffmann-Ocon untersucht in einer praxeologischen Perspektive die Eignungsabklärung angehender Zürcher Primarlehrpersonen um die Mitte des 20. Jahrhunderts mit doppelter Zielsetzung: Einerseits richtet sich der Fokus auf die historische Erschließung alltäglicher eignungsrelevanter Praxisberichterstattung von Studierenden, andererseits wird die Frage mitlaufend behandelt, welche neuen Einblicke spezifische Quellen – etwa Kommissionsprotokolle, Praxisberichte und Ego-Dokumente – in sich wandelnde Alltagsroutinen der Eignungsabklärung bieten. So kommen vergangene Lebensformen und Lebenswelten von Studierenden und Dozierenden an einem Ausbildungsort für Lehrpersonen mit dort verschiedenen zirkulierenden Wissen ins Blickfeld. Dadurch werden neue Sichtweisen ermöglicht, in denen die scheinbar strengen Vorgaben einer Prüfungsordnung und die erstaunliche Vielgestaltigkeit der Berichtspraxis nicht als separierte Felder, sondern als amalgamierter Praxiskomplex verstanden werden.
 
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