Details zu 10.14361/9783839455630-016

Till Nitschmann
Das »unentdeckte Land«
Grenzgänge(r) des Todes in Heiner Müllers Textlandschaften
DOI: 10.14361/9783839455630-016
 
Till Nitschmann analysiert in seinem Beitrag ausgehend von der Friedhofsszene in Shakespeares »Hamlet« Grenzgänge(r) des Todes in Heiner Müllers Texten. Auf der Inhalts- und Motivebene erweisen sich Müllers Texte in Bezug auf Grenzsituationen, die mit Victor Turners Konzept der Liminalität betrachtet werden, und das »unentdeckte Land« als intertextuell hochgradig miteinander verwoben. Dabei beherbergen die Texte eine Hoffnung auf das utopische Potential der Toten, das in den Landschaften und dort insbesondere in Grenz- und Küstenregionen eingelagert ist. Speziell diese Räume werden im Zusammenhang mit dem Tod immer wieder von Müller bearbeitet, um ihre utopische Kraft für eine mögliche Zukunft fruchtbar zu halten.
 
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