Details zu 10.14361/9783839455630-017

Johannes Christof
Poetologisches Modell und geschichtsphilosophisches Denkbild
Zur Funktion der Landschaft bei Gertrude Stein und Heiner Müller
DOI: 10.14361/9783839455630-017
 
Johannes Christof untersucht in seinem Beitrag die Auflösung hergebrachter Ordnungen in Texten Gertrude Steins und Heiner Müllers. Während Müller mit seinem Bild von der Verwandlung des Menschen in Landschaft das neuzeitliche Menschenbild in Frage stellt, denkt Stein über Strukturanalogien von modernen Theatertexten und Landschaft nach. Für sie hat die Auflösung dramatischer Strukturen grundlegende Veränderungen der Wahrnehmung nicht nur im Theater zur Folge. Beide Landschaftsmodelle stehen nicht nur für Auflösung, sondern ebenso für die Genese von Neuem. Denkt man den Tod in Müllers Texten als Verwandlung des anthropozentrischen Selbstverständnisses, wird in der Landschaft ein utopisches Moment erkennbar.
 
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