Details zu 10.14361/9783839455692-035

Markus Holzbach
Gestaltung in einer digitalen Welt – zur Designforschung und der Simultanität intuitiver und systemischer Prozesse im Materialdesign
DOI: 10.14361/9783839455692-035
 
Markus Holzbach widmet sich in seinem Beitrag »Gestaltung in einer digitalen Welt – zur Designforschung und der Simultanität intuitiver und systemischer Prozesse im Materialdesign« der zunehmenden Digitalisierung unserer Lebenswelt. Materialien und Objekte der uns umgebenden Welt werden immer stärker informiert. Das Institut für Materialdesign IMD arbeitet an der experimentellen und interdisziplinären Verschneidung von Visualisierung und Materialisierung. In heterogenen Gestaltungsprozessen finden intuitive und systemische Prozesse gleichberechtigt – sowohl autonom als auch interagierend – statt. Ziel ist weniger eine dogmatische Reduktion von Gestaltungsprozessen als eine auf der analogen und digitalen Verknüpfung basierende konzeptionelle Materialisierung. Aus materialgerechtem Gestalten wird ein »Gestalten mit gestalteten Materialien«. Die neue Logik des Materials hat häufig nichts mehr mit ursprünglich inhärenten Eigenschaften zu tun. Vielmehr entstehen hybride Materialsysteme mit hybriden Eigenschaften. Materialien werden zum Träger unterschiedlicher Informationen, die mit ihrer Umwelt in einen Dialog treten. Der Weg von den statischen hin zu den dynamischen und prozessorientierten Eigenschaften ist damit geebnet. Das Material wird informativ oder sogar intuitiv und übernimmt zugleich eine andere Rolle – die des eigentlichen Objekts. Unterschiedliche Gesellschafts- und Wissensbereiche werden heute digital gebündelt oder miteinander verknüpft. Darin liegen große Chancen, insbesondere für die angewandten Gestaltungsdisziplinen Design und Architektur.
 
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