Details zu 10.14361/9783839457641-011

Anja Titze
Sexualisierte Kriegsgewalt an Maya-Frauen im Bürgerkrieg in Guatemala
Wenn das Schweigen endet, beginnt die Aufarbeitung
DOI: 10.14361/9783839457641-011
 
Von 1960 bis 1996 tobte in Guatemala ein Bürgerkrieg, der zu den blutigsten Konflikten in der lateinamerikanischen Geschichte gehört und bis zu 200.000 Menschenleben forderte. Es war nicht nur ein ideologischer, sondern auch ein ethnischer Konflikt, denn der Staatsterror richtete sich vor allem gegen die indigene Maya-Bevölkerung. Viele indigene Frauen und Mädchen wurden Opfer unvorstellbarer Grausamkeiten. Anja Titze beschäftigt sich mit der Kriegsgewalt gegenüber Maya-Frauen. Ihr Beitrag geht der Frage nach, welche Formen sexualisierter Gewalt im guatemaltekischen Bürgerkrieg auftraten, welche sozialen und individuellen Folgen dies hatte und inwieweit die strafrechtliche Aufarbeitung bereits gelungen ist. Letzteres wird anhand konkreter Fälle und Gerichtsurteile gezeigt
 
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