Details zu 10.14361/zfmw-2021-130110

Katrin Köppert
Agropoetics of the Black Atlantic
DOI: 10.14361/zfmw-2021-130110
 
Die Installation »Chorus of Soil« der senegalesisch-italienischen Künstlerin Binta Diaw verbindet die Geschichte des transatlantischen Sklav_innenhandels mit der gegenwärtigen Ausbeutung von Migrant_innen in der Landwirtschaft. Das Medium dieser Verbindung ist das Sklavenschiff, dessen architektonischer Plan mit kleinen Erdhügeln nachgestellt wird. Aus den kleinen Hügeln sprießen Sämlinge und mit ihnen die Möglichkeit einer Zukunft in der Vergangenheit kolonial-kapitalistischer Regime, in der Gegenwart der plantationoscenes. Ausgehend von Diaws Arbeit geht der Beitrag der Frage nach, inwieweit es sich beim Samen um eine afro-futuristische Technologie handelt, deren Imaginationskraft Erde als Infrastruktur der Sorge wahrnehmbar werden lässt.
 
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