Details zu 10.14361/zfmw-2021-130206

Arvid Kammler
«Here be dragons» Spielerische Entwürfe be- und entgrenzter Zukünfte
DOI: 10.14361/zfmw-2021-130206
 
Arvid Kammler widmet sich der Frage, wie digitale Spiele Unsicherheit als Herausforderung rahmen und auf diese Weise mögliche Zukünfte verhandeln. Im Fokus dieser Verhandlung steht nicht nur die Unsicherheit über den Ausgang des Spiels, sondern auch die Entwicklung der eigene Relation zu den spielerischen Weltentwürfen. Dem Konzept firmativer und affirmativer Spekulation des Kollektivs uncertain commons folgend, untersucht der Artikel, inwieweit spielerischen Praktiken firmativer oder affirmativer Spekulation entspringen. Wo single-player Spiele ein Nebeneinander beider spekulativer Modi erkennbar werden lassen, offenbaren komplexe multiplayer Spiele Praktiken, bei denen firmative und affirmative Spekulation gemeinsam funktional werden. Die Potenzialität von Spielen und ihrer Weltentwürfe bringt stets neue Praktiken hervor, die spielerisch spekulativ ausgerichtet sind und die Zukunft offenhalten.
 
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