Details zu 10.14361/zig-2020-110106

Christine Arendt
Varianten autobiographischen Schreibens bei Stefanie Zweig. Vom Erlebnis Afrikas zur Darstellung und Dokumentation des Exils
DOI: 10.14361/zig-2020-110106
 
Christine Arendt widmet sich in ihrem Beitrag verschiedenen Stationen von Stefanie Zweigs autobiographischem Erzählen. Prägend für Zweigs Leben und Schreiben wurde das Exil in Kenia, wohin sie 1938 mit ihren Eltern vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten flüchtete. Diese Jahre in Afrika verarbeitet sie in ihrem literarischen Werk immer wieder, so u.a. in stark autobiographisch geprägten Romanen und anhand der Veröffentlichung persönlicher Dokumente. Es entstehen »Ein Mundvoll Erde« (1980), »Nirgendwo in Afrika« (1995), »Irgendwo in Deutschland« (1996), »Nur die Liebe bleibt« (2006) und »Nirgendwo war Heimat« (2012). Diese Werke werden sowohl hinsichtlich der Veränderung der thematischen Schwerpunkte als auch in Bezug auf die narratologische Entwicklung von Zweigs Erzählen untersucht, wobei sich insgesamt eine Abnahme der Darstellung ihrer eigenen Erfahrungen und eine Zunahme von Fremdperspektiven und dokumentarischen Verfahren feststellen lassen.
 
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