Details zu 10.14361/9783839442838-016

Chris Moser
POLITISCHE KUNST ZWISCHEN GALERIE, GERICHT UND GEFÄNGNIS
DOI: 10.14361/9783839442838-016
 
Chris Moser thematisiert in seinem Beitrag neben seinen eigenen Erfahrungen mit staatlichen Repressionen auch die kunstgeschichtlichen Dimensionen von Politischer Kunst und gesetzlichen Konsequenzen. Wie unzählige Kunstschaffende vor ihm fand sich auch Moser bereits mehrmals in der Situation, seine Kunst vor Gericht verteidigen zu müssen. Für eine dreimonatige Untersuchungshaft im Zuge des berüchtigten »Wiener Neustädter Tierschützerprozesses« und eines 14-monatigen Gerichtsprozesses im Schwurgerichtssaal Wiener Neustadt wurden Chris Mosers Arbeiten als Indiz für seine »radikale Gesinnung« herangezogen. »Haben Sie in Ihrer Kunst Ihre Gedanken und Ihre Gesinnung zum Ausdruck gebracht? ... Haben Sie damit zum Ausdruck gebracht was Sie innerlich bewegt, was für Sie wichtig ist, was Sie an Änderungen haben möchten? ... kann das als eine gewisse Neigung zu einer Radikalität gesehen werden oder nicht?« (aus den Protokollen der »Strafsache 41 Hv 3/10t«)
 
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