Details zu 10.14361/9783839448571-009

Winfrid Halder
In Deutschland überflüssig?
Alfred Döblin (1878–1957) und die Bonner Republik
DOI: 10.14361/9783839448571-009
 
Winfrid Halder wendet sich in seinem Beitrag der gescheiterten Remigration Alfred Döblins (1878-1957) in das politisch gespaltene Nachkriegsdeutschland zu. Döblin war spätestens nach dem Erscheinen des Romans »Berlin Alexanderplatz« (1929) einer der bekanntesten zeitgenössischen Schriftsteller in Deutschland. Als NS-Gegner jüdischer Herkunft musste er sogleich 1933 fliehen. Nach schwierigen Emigrationsjahren in Frankreich und den USA war Döblin im November 1945 einer der ersten prominenten Emigranten, die nach Deutschland zurückkehrten. Er hegte große Hoffnungen, mit seinen im Exil entstandenen Werken wieder literarische Wirkung entfalten zu können, wurde jedoch bitter enttäuscht. Ende April 1953 verließ er die junge Bundesrepublik Deutschland und ging wieder nach Frankreich. Der Beitrag beleuchtet die Gründe dafür, dass der einst gefeierte Autor im Nachkriegsdeutschland zwischen allen Stühlen saß.
 
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