Details zu 10.14361/9783839448786-003

Astrid Hackel
Sichtbarkeit als Kritik
Subversive Körperbilder bei Gabriele Stötzer und Cornelia Schleime
DOI: 10.14361/9783839448786-003
 
Astrid Hackel widmet sich in ihrem Beitrag der Darstellung mentaler und körperlicher Einschränkung bei Gabriele Stötzer und Cornelia Schleime. Sie fragt, inwiefern der jenseits von Body Art auch für andere künstlerische Artikulationen bezeichnende Einsatz des Körpers als Material und Werkzeug bis hin zur (inszenierten) Entsagung als Kritik und Überwindung der Reglementierungen künstlerischer Praxis in der DDR gelesen werden kann. In der Analyse ausgewählter (Foto-)Performances und literarischer Texte weist die Autorin nach, dass die Betonung der Repression, der eingeschränkten Mobilität und Kommunikation bei Stötzer und Schleime weit über die metaphorische Wiederholung patriarchaler und realsozialistischer Unterdrückungsmechanismen hinausgeht. Sie erkennt darin Formen der kritischen Aneignung und Wendung bekannter Motive, die bei beiden Künstlerinnen zur Ausbildung eines auf Souveränität, Vitalität und Ironie gründenden subjektiven Blicks führen.
 
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